BikeGrenzTrip 2014, 1. Etappe: Santa Maria – Livigno

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Während den diesjährigen Herbstbikeferien war ich acht Tage der Schweiz-Italienischen Grenze entlang unterwegs. Dies stets nur mit Bike und Rucksack, um so flexibel wie möglich zu sein. Es freute mich besonders, dass ich die ersten drei Tage von Silvan begleitet wurde.

Vorab muss ich sagen, dass diese Tour eigentlich anders geplant war. Doch Schneefall auf 2’000 m machte mir am vierten Tag einen Strich durch die Rechnung. Mehr dazu dann im entsprechend folgenden Bericht.
So wurde die vorbereitete Reise kurzerhand über den Haufen geworfen und es entstand eine Route mit vier Grenzübertretungen, also ein veritabler BikeGrenzTrip. Die folgenden Berichte erzählen von einer abwechslungsreichen Tour mit vielen Erlebnissen. Los geht’s mit der ersten Etappe von Santa Maria nach Livigno.

Die Anreise nach Santa Maria erledigen wir am Vortag, so verbringen wir einen gemütlichen Abend. Zuerst ein feines Nachtessen in unserer Unterkunft dem Hotel Alpina und anschliessend einen hausgemachten Whisky (sogenannter Swiss Highland Single Malt Whisky) in der kleinsten Whiskybar der Welt. Diese ist sogar im Guinessbuch der Rekorde und sie ist wirklich klein. Der Barkeeper ist äusserst gesprächig und bevor man sich für einen der Whiskys entscheidet, kann man an den verschiedenen Flaschen riechen. Für Liebhaber ist diese Bar ein Traum. Ich gehöre nicht zwingend zu dieser Sorte, schmecken tut dieses Destillat aber auch mir.

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Am nächsten Morgen herrscht Sonnenschein pur. Perfekte Voraussetzungen um mit unseren Bikes durch eines der schönsten Täler der Schweiz zu fahren, dem Val Mora.

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Gleich nach dem Start geht’s bergauf. Nachdem wir Valchava hinter uns haben erreichen wir rasch den Wald und somit befinden wir uns auf der nationalen Mountainbikeroute Nr. 1, der Alpin Bike. Wir kommen zügig voran und überholen einige deutsche Transalpler, welche natürlich alle an den Gardasee wollen.

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Bereits der Aufstieg ist landschaftlich sehr schön. Und wenn dann noch die Sonne scheint, geht’s gleich noch ein Stück besser.

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Rund zwei Stunden nachdem wir in Santa Maria los gefahren sind, erreichen wir die Scheune auf Döss Radond. Die ersten 900 Höhenmeter sind geschafft, jetzt ist Mittagspause angesagt. Wir verdrücken unsere mitgeführten Sandwiches und geniessen das tolle Wetter.

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Die Weiterfahrt führt nun ins malerische Val Mora rein. Ich durchquere es bereits zum dritten Mal, es ist aber immer wieder schön. Für Silvan ist es die Premiere.

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Wie ich, ist auch er von Beginn weg begeistert von diesem Hochtal. Die Landschaft hier oben ist einfach eine Augenweide.

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Die Strasse geht nur leicht bergab, so kann man die traumhafte Umgebung richtig geniessen. Wir halten ständig an und versuchen so viel wie möglich von deren aufzusaugen.

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Bei der Abzweigung, wo die Strasse nach rechts zur Alp Mora führt, biegen wir links ab. Der Weg wird nun stetig schmaler und das Tal macht einen Bogen nach links. Genau diesem gilt es jetzt zu folgen.

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Schon bald beginnt der berühmte Trail. Wir fühlen uns im Bikeparadies und so lasse ich nun die Bilder sprechen.

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Auch die schönsten Trails haben mal ein Ende, so auch dieser. Als wir den Passo Val Mora passieren, überqueren wir ein erstes Mal die Grenze und befinden uns nun in Italien.

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Weiter geht’s auf einer spacig anmutenden Hochebene zum Lago di San Giacomo di Fraele. Ein erneut sehr schöner Abschnitt.

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Angekommen beim See lassen wir den Alpisellapass aus, weil die Abfahrt nach Livigno nicht besonders interessant ist. Statt dessen fahren wir dem rechten Seeufer entlang bis San Giacomo. Dort essen wir was, wollen aber nicht gross Zeit verlieren. Denn es kommen erste Wolken auf. Also weiter geht’s.

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Eine steile, aber im oberen Teil toll angelegte Strasse fordert uns mächtig.

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Bei der Casine di Trela biegen wir rechts ab. Von dort sind wir letztes Jahr vom Passo Trela runter gekommen. Jetzt gehen wir von dieser Seite rauf.
Der erste Teil ist nur beschränkt fahrbar.

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Dann wird’s aber sehr flowig und wir können bis zur Passhöhe fast alles fahren.

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Passo di Val Trela, 2’295 m

Auf dem Pass sieht das Wetter wieder ein bisschen freundlicher aus und es macht nicht den Anschein, als würde es nächstens anfangen zu regnen. Trotzdem halten wir die Pause kurz.

Auf der anschliessenden Abfahrt durchs Val Pila und Val Torto zum Lago di Livigno herrscht Flow pur und wir lassen es richtig krachen!

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Diese schnelle Abfahrt ist ein würdiger Abschluss einer unglaublich schönen Biketour. Zu erwähnen gilt es noch den etwas fiesen Gegenanstieg kurz vor dem Livignosee. Doch natürlich kann man am Ende diese Höhenmeter bergab fahrend wieder vernichten.

Wir lassen uns ein Panini und einen Kaffee beim am See gelegenen Ristorante Alpisella nicht nehmen. Und wie geht es nun weiter? Wir haben noch kein Zimmer in Livigno und fahren einfach mal ins Dorf rein (oder ist Livigno eine Stadt?) und halten Ausschau nach einer Bleibe.

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Beim Kuhstall, der Bar des Hotel Bivio, steuern wir ins Aprés Bike. Das Hotel macht einen sehr sympathischen Eindruck und so entschliessen wir uns, die folgende Nacht hier zu verbringen. Für 65 Euro pro Person gibt’s ein schönes Zimmer, Sprudelbad, Sauna und ein sehr tolles Frühstücksbuffet. Das passt!

So endet ein sehr sehr schöner Biketag – morgen geht es wieder in die Schweiz!

Distanz: 43 km / Fahrzeit: 4 h 07 min / Höhenmeter: 1’500 Hm

Weiter zur 2. Etappe: Livigno – Poschiavo

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6 Gedanken zu „BikeGrenzTrip 2014, 1. Etappe: Santa Maria – Livigno

  1. Einfach genial diese Tour. Etwas vom schönsten was man auf dem Bike machen kann. Danke für die tollen Eindrücke, irgendwann bin auch ich wieder in Livigno im Bivio beim Apero 😉

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