BikeGrenzTrip 2014, 6. Etappe: Rifugio San Jorio – Orselina

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Die Nacht war kühl und dank dem kurzfristigen Zimmerwechsel kam ich doch noch zu ein paar Stunden Schlaf. Heute ist wieder strahlender Sonnenschein angesagt.
Nach dem Frühstück und dem Auschecken geht die Reise für mich weiter. Keine fünf Minuten nach dem Start bin ich auf dem Passo San Jorio und habe wieder schweizer Boden unter den Füssen.

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Der folgende Trail dem Bergrücken entlang hat stets unfahrbare Stellen drin. Die Aussicht und das Wetter entschädigen aber dafür.

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Der Weg würde zur Alpe Gesero führen. Dort war ich schon zweimal und kenne daher die „Standartabfahrt“ über den Motto della Croce nach Bellinzona. Beim Punkt 2045 entscheide ich mich deshalb spontan für ein Experiment.
Ich biege rechts ab und gelange so zu einer namenlosen Alp beim Punkt 2065.

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Die Abfahrt beginnt verheissungsvoll. Ich werde gleich aufs Ganze gefordert, denn der Trail ist verblockt und eng. Zudem mindert das hohe Gras etwas die Sicht auf den Weg. Ich kann aber vieles fahren und es geht eigentlich ganz gut.

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Doch nach etwa 100 Höhenmeter wird’s zunehmend schwieriger und ich steige mehr vom Bike als mir lieb ist.

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Schon bald ist definitiv fertig mit fahren und ich schiebe/trage meinen Drahtesel rund 400 Hm einen engen, steilen und verblockten Wanderweg runter. Innerlich bin ich ziemlich am fluchen und dann heilfroh, als ich endlich die Alp d‘ Albionasca erreiche.

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Da bin ich natürlich selber schuld, denn Experimente können leider auch auf diese Art und Weise enden.

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Der nun folgende Trail bis zur Strasse beim Punkt 1’112 ist dann zu mehr als die Hälfte fahrbar. Da bin ich schon ordentlich zufrieden damit.

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Ab dort bleibe ich erstmal ein Stück auf der Strasse bis zu Mont de Vif. Dort probier ich es nochmals und packe den Trail, welcher rechts abzweigt. Dieser ist ziemlich cool und geradewegs Flow pur im Gegensatz zum vorherigen Geschiebe.

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Doch (so bekomme ich das Gefühl) soll es heute wohl einfach nicht sein. Zu früh lande ich wieder auf der Strasse und habe wohl irgendwo eine Abzweigung verpasst. Schnell ist der Fall klar, was nun als nächstes folgt; der schnellste Weg ins Tal soll es sein – ich hab keinen Bock mehr irgendwas auszuprobieren.

Im Grotto Laura in San Fedele, oberhalb Roveredo, esse ich eine feine Portion Spaghetti und mache mich dann auf den Weg nach Bellinzona.

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Dort gibt’s ein Gelati und ich buche mir die heutige Unterkunft in Orselina, oberhalb Locarno.

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In Bellinzona ist an diesem herrlichen Sonntag einiges los und in der Innenstadt komme ich meistens nicht drum herum, das zu machen, was ich den halben Vormittag schon getan habe – mein Bike schieben…

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Der Radweg durch die Magadinoebene ist sehr abwechslungsreich und äusserst gut markiert.

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Nach der Piazza Grande stehen mir noch 200 verkehrsreiche Höhenmeter bevor. Und ich frage mich, weshalb ich mir kein Zimmer in einem Hotel auf Seehöhe gebucht habe…

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Ziemlich erschöpft komme ich im Hotel Stella in Orselina an. Doch als ich auf der herrlichen Terasse mit Aussenpool stehe, bereue ich den Schlussaufstieg natürlich nicht mehr. Ein sehr schöner Flecken hier oben. Zudem sind die Leute sehr freundlich und das Essen ist ausgezeichnet.

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Obwohl der erste Teil der heutigen Etappe des BikeGrenzTrips so nicht geplant war (und auch dementsprechend rauskam), war es halt doch eine Etappe, welche es auf einer Mehrtagestour mal geben kann. Zudem habe ich wieder viel Neues gesehen und bin in einer tollen Unterkunft gelandet. Von dem her bin ich nicht ganz unzufrieden. Aber Morgen müssen dann schon wieder ein paar richtige Trails her!

Distanz: 56 km / Fahrzeit: 4 h 51 min / Höhenmeter: 600 Hm

Züruck zur 5. Etappe: Dascio – Rifugio San Jorio
Weiter zur 7. Etappe: Cimetta – Ascona

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