BikeGrenzTrip 2014, 7. Etappe: Cimetta – Ascona

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Der grosse Vorteil der erhöhten Lage meines Hotels in Orselina ist, dass ich nun auf gleicher Ebene bin wie die Talstation der Cimettabahn. Das nütze ich natürlich voll und ganz aus und stehe eine gute Minute später beim Schalter der Bahn.

Tickets für mich und mein Bike sind schnell gelöst. Zuerst geht’s mit der Luftseilbahn von Orselina nach Cardada und von dort mit der Sesselbahn zur Cimetta rauf.

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Schon beim raufgondeln ist klar, dass die Sicht heute nicht mit deren der letzten Tage vergleichbar sein wird. Der Himmel wird sich nicht gross zeigen und die Sonne wohl nur vereinzelt durch die Nebel-Wolkendecke hindurchgucken. Die Temperaturen bewegen sich aber bereits am Vormittag so um die 20 Grad.

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Auf der Cimetta bin ich dann so richtig drin in der Suppe. Deshalb schnell auf einem ersten flowigen Trail runter zur Alpe Cardada. Dort kann die Sonne ein wenig durch die Decke durchdrücken. Deshalb stell ich mein Bike ein erstes Mal hin und genehmige mir einen Cappuccino.

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Gemütlich ist es hier und dieses Restaurant lädt richtiggehend zum verweilen ein.

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All zu lange bleibe ich aber nicht sitzen, denn am heutigen Tag steht ein erneutes Experiment an. Ob das gut kommt…?

Ich möchte von der Alpe Cardada nach Monti di Lego fahren und von dort weiter bis Mergoscia. Ich meinte, schon mal irgendwo gelesen zu haben, dass es zumindest bis Monti di Lego mit dem Bike zu machen sei.
Der Auftakt des Trails stimmt mich jedenfalls schon mal zuversichtlich.

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Und schnell wird klar, dass dieses Vorhaben kein Reinfall werden wird wie vor zwei Tagen. Das kommt gut!

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Und zwar sehr gut! Der Trail ist meistens flowig, vereinzelt gespickt mit Wurzeln und kleinen Absätzen. Alles super fahrbar und unglaublich toll. Das Gefälle ist sehr moderat und daher dauert dieser Weg auch ein bisschen an, was mir natürlich nur recht ist.
Solch unfahrbare Abschnitte wie auf dem unteren Bild kann man an einer Hand abzählen.

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Ein Schmuckstück dieser Trail, da passte alles! Unterhalb Monti di Lego befindet sich das Grotto Sottocresta. Und dieses ist schon fast paradiesisch in die schöne Landschaft eingebettet. Zudem wissen sie, wie man eine währschaft feine Minestrone zubereitet.

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Der nächste Abschnitt meines Unterfangens stellt den Trail nach Mergoscia dar. Da hab ich null Ahnung drüber, bin aber optimistisch eingestellt. Ein Weg von einer solch schönen Alp in ein Dorf runter wird doch sicher in einem guten Zustand sein, rede ich mir ein.

Beim Beginn der Abfahrt kann ich bereits ein erstes Mal den Lago di Vogorno sehen. Danach geht’s los – Experiment Teil 2.

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Und ich werde nicht enttäuscht. Dieser Trail hat nun ein deutlich anderes Gesicht, als der erste Abschnitt. Es geht ruppiger und technischer zur Sache und auch einen deut steiler.

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Doch ich werde mal wieder vom Trailrausch gepackt und kann mehr oder weniger alles fahren. Auch die auf dem unteren Foto abgebildeten Stufen mussten sich meinem Bike und mir ergeben. Wenn’s läuft, dann läufts!

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Ein geiles Ding, dieser Weg. Obwohl ich ordentlich gefordert werde und mich nahe am Limit befinde, macht es mir sehr Spass hier runter zu fahren.

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Nach der Bachüberquerung kurz vor Mergoscia geht’s ein paar Minuten bergauf. Kein Problem nach dieser super Abfahrt.

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Mergoscia ist dann mal wieder eines dieser schmucken Tessiner Dörfer, welches ich mir ein bisschen genauer anschaue.

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Die Strasse, welche von Locarno herkommt, hört an diesem Ort auf. Daher ist es sehr ruhig hier, denn hier her kommt nur, wer wirklich nach Mergoscia muss oder möchte.

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Nach einem Gelati und einem weiterem Kaffee geht’s auf der Strasse zurück ins Tal. Der lange Tunnel kann elegant umfahren werden.

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Auch zu sehen ist die Verzasca Staumauer, wo die ganz Mutigen einen Bungeejump machen können. Auch James Bond (oder zumindest sein Double) ist da schon mal runter gesprungen.

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Danach bin ich schnell wieder in Locarno und fahre erneut über die Piazza Grande.

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Diesmal gibt’s aber keine zusätzlichen Höhenmeter zum Abschluss sondern ein gemütliches Ausfahren bis Ascona.

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Da ich überhaupt noch nie in Ascona war, habe ich bewusst ein Zimmer an diesem Ort gebucht.

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Und ich bin ziemlich begeistert von diesem wunderschönen Flecken Erde. Eine sehr schöne Uferpromenade mit vielen reizvollen Restaurant lädt zum verweilen ein.

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Darüber hinaus gibt es viele schmucke und farbige Seitengassen zu entdecken.

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Natürlich, das heute war eine etwas ausgedehntere Halbtagestour – ausgedehnt vor alllem wegen den Kaffeepausen. Doch nach den beiden letzten langen Tagen hatte ich heute keine Lust von Morgen bis Abend auf dem Bike zu sein.

Ich lasse den Abend mit einem feinen Nachtessen ausklingen und geniesse meine Ferien in vollen Zügen. Der heutige Tag war einfach klasse, so muss es sein!

Distanz: 23 km / Fahrzeit: 1 h 45 min / Höhenmeter: 100 Hm

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4 Gedanken zu „BikeGrenzTrip 2014, 7. Etappe: Cimetta – Ascona

  1. Wow, schaut nach coolen Trails aus Richtung Mergoscia. Das macht richtig „gluschtig“. Aber runter ins Tal müsste es doch sicher auch einen Trail geben. Echt schade auf der Strasse runter zu düsen 😉

    • Ja diese Trails würden Dir ganz bestimmt auch gefallen.
      Und leider ist es so, dass es ins Tal runter keine Trails gibt, ausser man geht wieder irgendwo den Berg rauf. Darauf hatte ich aber keine Lust mehr 🙂

  2. Hoi Chregu
    Ich bin an deinen Posts nachlesen und muss sagen – Super! Sehr schön, dass Du uns auch am einen oder anderen Experiment teilhaben lässt. Mir wird wieder mal bewusst, dass ich die Schweiz südlich der Alpen viel zu wenig kenne!

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