Highlight-Tour über die Nanzlücke, 02.11.2014

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Highlight-Tour habe ich im Titel geschrieben… Müsste ich eine Rangliste der besten fünf Biketouren meines Lebens erstellen, diese hier wäre dabei. Warum? – bitte weiterlesen…!

Bevor nun viele Bilder mit trockenen Trails und blauem Himmel folgen noch ein paar Worte zur Unterkunft. Das Hotel Monte Leone (von den Wallisern liebevoll „z’Runda ufum Pass“ genannt) können wir wärmstens empfehlen. Leckeres Abendessen, freundliches Personal und coole (natürlich runde) Zimmer. Da wir im obersten Stock nächtigten, hatten wir am Morgen einen tollen Blick auf unseren Aufstieg – mit Sonnenaufgang inklusive!
Und sowieso, in der Höhe übernachten ist immer toll.

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Los geht’s! Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fahren wir vom Simplonpass aus los. Im Schatten ist es sehr frisch.

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Doch wir sind keine Viertelstunde unterwegs und werden schon von der Sonne begrüsst! Ja, wir freuen uns auch Dich zu sehen.

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Bei der erst besten Gelegnheit entledigen wir uns der ersten Schicht Kleider.

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Der Aufstieg zur Nanzlücke beinhaltet 600 Hm vom Simplonpass aus. Die fahrbaren Abschnitte wechseln sich mit Tragepassagen ab. Wir kommen gut voran!

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Ein Aufstieg der uns beiden grosse Freude macht. Diese Bergwelt, dieser blaue Himmel – einfach traumhaft!

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Irgendwo bei Hälfte des Aufstiegs lerne ich noch Klemens Bont kennen, ein anderer Bikeblogger. Wir tauschen uns kurz aus, auch er ist schon seit gestern unterwegs. Er will mit seinem Mitfahrer noch über den Saflischpass, das wäre mir wohl doch etwas zu wild. Der Bericht zu seiner Tour findet ihr hier.
Auch wenn die Begegnung nur kurz war; Klemens, es hat mich sehr gefreut Dich kennen zu lernen!

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Wir kommen der Lücke näher und näher…

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Da oben muss sie sein, gleich sind wir da…

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Und dann ist es vollbracht. Die Usseri Nanzlücke auf 2’602m ist erreicht! Und somit auch eine sechsjährige Rechnung endlich beglichen. Denn im Herbst 2009 wollte ich schon mal hier rauf, doch auf dem Simplonpass wurde mir der Weg verwehrt, weil die Schweizer Armee damals auf dem Gebiet des Aufstiegs Schiessübungen machte.

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Da es auf dem Übergang zieht, entschliessen wir uns, ein Stück nach unten zu fahren und bei der erst besten Gelegenheit eine etwas längere Pause zu machen.
Zum hier beginnenden Trail Worte zu finden ist eine fast grössere Herausforderung als der vorherige Aufstieg…

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Ein flowiges Ding, dieser Trail. Er schlängelt sich wie ein Höhenweg dem Berg entlang. Unglaublich schön!

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Unterhalb des Bistinenpass müssen wir uns entscheiden. Wollen wir das Nanztal umrunden, um auf der anderen Seite auf der Heido Suone zum Gibidumpass zu gelangen? Aus dem Bericht von Ventoux konnte ich schliessen, dass der hinterste Teil des Tals nicht ganz ohne sei. Zudem zeigt das Bild unten einen weissen Streifen auf dem Weg. Mit Schnee wird dort zu rechnen sein und vielleicht hat es sogar vereiste Passagen drin, weil die Sonne dort Anfangs November kaum noch hinkommt.

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Wir besprechen die Lage nur kurz, weil wir uns schnell einig sind: Die Heido Suone wird für ein anderes Mal aufgehoben. So haben wir mit einen Grund, wieder hier her zu kommen. Deshalb stechen wir rechts runter ins Nanztal.

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Und da klingeln die Sirenen ein weiteres Mal – Holytrail Alarm!!!

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Wir können kaum glauben was wir gerade erleben. Genau wegen solchen Momenten lieben wir den Bikesport so sehr!

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Unten im Tal beim Punkt 1’817 haben wir erneut die Wahl. Durchs Nanztal runter nach Brig, oder doch noch rauf zum Gibidumpass, um danach die Trails nach Visp zu erkunden?
Zeitlich sind wir gut dran, also rauf. Zudem sind es nur 300 Höhenmeter bis zum Pass, das ist überschaubar.

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Doch diese müssen hart erarbeitet werden und ich muss zwischendurch sogar einige Meter schieben.

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Auf dem Pass dann wieder tolles Panorama, blauer Himmel und Sonnenschein.

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Für Silvan sind diese Eindrücke dann doch etwas zu viel und er wird ein wenig übermütig. Aber wer will ihm das an diesem genialen Tag schon übel nehmen? 🙂

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Nach einer Sandwichpause auf dem Pass fahren wir als nächstes zum idyllischen Gibidumsee. Dieser wird durch Rotscher hier ausführlich beschrieben (sehr schöne Winterbilder).

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Ab hier beginnt eine weitere, nicht endend wollende, Trailorgie. Vom Gibidumpass geht’s via Giw und Hotee bis runter nach Visp. Trailanteil bei geschätzten 95%.

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Bei einer richtigen Biketour im Wallis dürfen sie auf keinen Fall fehlen – die Suonen. Auf unserer Route sind die meisten aber ausgetrocknet. Die Wege fahren sich trotzdem sehr gut.

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Allgemein dominiert auch hier der Flow. Dann und wann gibt es aber immer mal wieder ein paar knifflige Stellen, wie beim oberen Bild.

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Unter anderem führt unsere Tour an der oberen Kante des Eyholzerwald entlang. Dieser ist im Jahr 2011 grössenteils einem Waldbrand zum Opfer gefallen. Die Medien berichteten damals intensiv von diesem Ereignis. Auch wir sind sehr beeindruckt von der Szenerie.

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Weiter geht’s auf tollen, genialen flowigen Trails. Es kommt uns vor, als wären wir schon stundenlang am trailsurfen!

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Und eigentlich sind wir das ja auch…

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Nur die letzten paar Höhenmeter oberhalb Visp fahren wir im Schatten. Da wird es merklich kühler und beim eintreffen am Bahnhof ziehen wir gleich unsere Jacken an.

That’s it! Mit der wohl besten Tour des Jahres beenden wir unsere Hochtourensaison 2014. Ja ich weiss, bin ein bisschen spät dran mit schreiben. Aber für mich war es umso schöner, auf diesem Weg nochmals die Erinnerungen an diesen fantastischen Tag hervor zu holen. Dies wird hoffentlich auch Silvan so gehen, wenn er diesen Bericht hier liest. Danke Dir einmal mehr für die Begleitung.

Versteht ihr jetzt, was ich mit Highlight meine…? Allen einen schönen Winter, als Abschluss bleibt mir nur folgendes: „Let’s see, what the year 2015 has in store for us!“

Distanz: 28 km / 1’100 Hm / Fahrzeit: 4 h 31 min

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11 Gedanken zu „Highlight-Tour über die Nanzlücke, 02.11.2014

  1. Die Nanzlücke oder der Gibidum ist immer wieder ein Besuch wert. Das nächste Mal ist die Nanztalumrundung sicher ein Muss 🙂
    Schöner Bericht. Da freue ich mich auf den kommenden Sommer.
    Übrigens sind meine Bilder vom Gibidumsee im Frühling Ende Mai entstanden. Auf dieser Höhe hält sich der Schnee einfach zu lange.

  2. Das sieht ja super aus. Schöner Bericht und tolle Tour. Wir haben für nächsten Sommer endlich auch mal ein paar Biketage im Wallis geplant. Das wäre sicher eine Tour wert. Freue mich schon darauf. Danke Chregu.

  3. Superfotos und guter Bericht bei dieser Walliser-Tour, dieses kenne ich leider per Bike nicht. Ist aber ein muss, wie ich aus dem Bericht sehe !! Bei mir war einiges los mit dem Januar-Biken, mit dem Mt. Bar am 10.01.15 (erstmals im Januar) Schneefrei bei dem Date mit Abfahrt nach Signora eine der wenigen im Tannenwald im Sottoceneri eine meiner Lieblings Downhills mit vielem Flow…

      • Bin zufrieden, am Sonntag war ich auf dem San Luciopass, mit Schnee die Forststrasse ist durch ein Raupenfahrzeug und Motorschlitten halbwegs mit dem Bike zu fahren, 2 Stunden hinauf schieben/fahren 50 min down Start bei Maglia di Colla, bei super Wetter, der Downhill ganz fahrbar ein reines Gaudi !! ps die beiden Alphütten sind das ganze Jahr offen die CH das erste mal diesen Winter

  4. hallo Chregu
    dann möchte ich doch mal einen gegenreifenabdruck hinterlassen, hier in deinem blog, den ich bisher auch noch nicht kannte.
    sehr schöne tour und eindrücke. die Nanzlücke steht auch schon auf meiner to-do liste, seit Spoony mal darüber berichtet hatte.
    happy trails zurück & Lg sven

  5. Pingback: Nanztal | Walliserbiker

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