Malta – from coast to coast by bike

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Bereits im Vorfeld zu meinem Sprachaufenthalt auf Malta war klar: Wenn nur irgendwie möglich möchte ich einen Teil der Insel per Bike erkunden. Vor zwei Wochen machte ich bereits eine erste, aber nur kurze Testtour. So konnte ich mich schon mal ein bisschen mit dem Linksverkehr (ehemalige britische Kolonie sei Dank) vertraut machen.

Damals, wie auch bei dieser Tour, mietete ich das Fahrrad bei „The cyclist“ in San Gwann. Ich schreibe bewusst Fahrrad, da der Begriff „Bike“ wohl nicht ganz zutreffend ist. Das unten abgebildete Scott war dann etwas vom besten was ich kriegen konnte…

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Nichts desto trotz fuhr ich los. Der Himmel war etwas bewölkt, doch die Sonne schaute regelmässig durch die Wolken hindurch.
Wie auf dem unteren Bild zu sehen, hat es sogar Radwegmarkierungen auf Malta. Diese sind aber eher die Ausnahme als die Regel.

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Geplant war eine Tour der Westküste entlang bis nach Mellieha und dann im Innern der Insel wieder zurück. Von San Gwann bis Zeeburg hatte ich viel Verkehr. Danach begannen endlich die ruhigeren Strassen und Wege. So fuhr ich weiter gegen Westen bis zur Küste.

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Schon bald merkte ich aber, dass das Velo eine Nummer zu klein war für mich. Zudem war die Gabel sehr weich eingestellt und sackte ständig ein. Auch konnte ich vorne nicht auf das kleinste Ritzel schalten. Die schaffte ich jeweils nur mit gütiger Mithilfe meines rechten Schuhs…

Dementsprechend schnell war klar, dass dies wohl meine letzte „Biketour“ auf Malta sein wird, denn Singletrails machen mit so einem Velo weder Spass noch Sinn. Die Laune liess ich mir aber nicht verderben und bei Gebel Cantar erreichte ich die Ostküste.

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Ab hier folgte ein schön angelegter Weg den Cliffs entlang.

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Schon bald wurde aus diesem ein Trail. Nun, es ging tatsächlich gar nicht mal so schlecht mit meinem Scott und ich kam ganz gut den Weg rauf. Aber mit einem Fully oder einem richtigen Hardtail wäre das natürlich viel komfortabler gewesen.

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Bei einem der vielen tollen Aussichtspunkte schoss ein Wanderer das untere Foto von mir.

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Weiter ging es auf hübschen Pfaden – mein Drahtesel musste ordentlich leiden, machte seine Sache aber seinen Möglichkeiten entsprechend sehr gut :-).

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Kurz vor ein Uhr verliess ich die Küste um in Dingli nach einem Restaurant zu suchen. Dieses Dorf machte einen sehr verschlafenen Eindruck und ich wurde leider nicht fündig. So fuhr ich zurück und kehrte im Restaurant „The Cliffs“ ein. Sehr feines Essen und eine äusserst freundliche Bedienung. Da wird jeder Gast mit einem Lächeln und einem „How are you?“ begrüsst!

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Weiter gings den Dingli Cliffs entlang. Es windete den ganzen Tag, doch hier tat es dies am stärksten.

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Bei Il-Qwas verliess ich meine ursprünglich geplante Route, da diese zeitlich schlicht nicht mehr zu machen war. Stattdessen folgte ich einfach mal der Nr. 2. Vom Bauchgefühl her stimmte die Himmelsrichtung ungefähr, also los. Das ganze soll und darf gerne eine Prise Abenteuer beinhalten.

Die Route 2 führt alles abseits der grossen Strassen bis nach Mdina. Dort endet leider die Signalisation und so fuhr ich auf wieder eher verkehrsreicheren Strassen bis nach Naxxar. Dort radelte ich auf einer Art Höhenweg bis nach Madliena, bevor es dann runter zur Ostküste ging. In diesem Bereich begann es langsam aber sicher zu regnen.

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Dieser intensivierte sich in Pembroke und so wählte ich den schnellst möglichsten Weg nach Hause. So ging eine (trotz des Fahrrads) schöne Tour zu Ende, auf welcher ich wieder viel neues von meiner temporären Heimat entdeckte.

In Malta hat Velofahren leider nicht die gleiche Bedeutung wie bei uns in der Schweiz. Es gibt so gut wie keine Radwege. Wenn doch, dann enden sie abrupt mitten auf einer Hauptstrasse. Vor allem im Raum Valletta, wo der meiste Verkehr herrscht, macht Fahrradfahren definitiv keinen Spass. Um nur schon aus diesem Gewühl zu kommen und die ruhigeren Gegenden zu erreichen, sitzt man rund eine Stunde im Sattel. Zudem ist es schwierig ein anständiges Bike zu mieten. Deshalb wird es auch keine weiteren Biketouren mehr geben hier. Für mich war es aber trotzdem ein cooles Erlebnis und der Versuch war es alleweil wert. Zudem sind die Dingli Cliffs während eines Maltaaufenthalts ein Muss!

Distanz: 52 km / Fahrzeit: 4 h 2 min / Höhenmeter: 850 Hm

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3 Gedanken zu „Malta – from coast to coast by bike

  1. Super Bilder. Ich war Mitte 2000 für einen Kurzurlaub dort, aber hatte nicht wirklich Zeit, die umliegende Natur zu erkunden und an eine Biketour war auch nicht zu denken. Eine Sprachreise über mehrere Wochen ist natürlich ein Traum. Nur schade, dass es keine vernünftigen Bikes zu mieten gibt, denn die Landschaft sieht wirklich toll aus.

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