Propaintrail und Monte Sole Trail im Vinschgau

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In der letzten Maiwoche war ich im Vinschgau in den Ferien. Nebst Ausflügen mit meinen Eltern war ich dreimal auf dem Bike unterwegs. Untergebracht waren wir im Hotel Weiss in Rabland.

Mein Plan für diesen ersten Biketag sah vor, zuerst den neu angelegten Propaintrail oberhalb Schlanders zu fahren. Am Nachmittag dann gemütlich mit der Luftseilbahn nach St. Martin rauf und anschliessend den Monte Sole Trail runter nach Latsch. So stand für diese erste Tour zu Beginn eine Zugfahrt von Rabland bis Schlanders auf dem Programm.

Der Start beinhaltete dann eine kurze Strecke auf der sehr verkehrsreichen Vinschgauerstrasse. Schon bald folgt aber der Abzweiger nach Vetzan.

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Kurz vor Vetzan gilt es rechts abzubiegen. Dann beginnt ein recht steiles Teilstück, die kleinsten Gänge werden gleich ausgiebig benützt. Als Belohnung gibt es aber schon bald eine tolle Aussicht!

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Die oberen zwei Drittel sind recht angenehm zu fahren und schon bald erreicht man den Vinschger Höhenweg. Weit ist es nicht mehr zum Propaintrail.

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Der Vinschger Höhenweg ist aussichtsmässig ein Traum. So steigt die Vorfreude auf den Trail gleich noch ein bisschen mehr!

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Doch dann oh Schreck! Beim Einstieg des Trails ein Verbot. Und zwar nicht nur für uns Biker, sondern der Weg ist aufgrund Holzschlag komplett gesperrt. Laut der Information an der Tafel ist dies bereits seit Anfang Mai der Fall und dauert noch bis Mitte Juni. So frage ich mich, weshalb dies auf der Homepage www.mountainbiker.it nicht vermerkt war. Dort habe ich nämlich den GPS-Track runter geladen.

Ich nutze den Unterbruch gleich für eine Essenspause und überlege hin und her, ob ich das Verbot ignorieren, oder mich doch dran halten soll. Kein Biker hat Lust, die erarbeiteten Höhenmeter wieder auf der Aufstiegsroute zu vernichten. Ich entscheide mich dann doch für das Korrekte und fahre auf dem Vinschger Höhenweg und anschliessend auf der Teerstrasse rund 200 Höhenmeter bergab.

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Beim aktuellen Einstieg treffe ich auf ein Paar, das ebenfalls bikend unterwegs sind. Auch sie waren oben und fuhren auf Asphalt die gleiche Strecke wieder zurück – genau wie ich. Wir diskutieren noch kurz über die vergeblich gefahrenen Höhenmeter, sind uns dann aber einig, dass die Unmut verfliegen wird, sobald man sich auf dem Trail befindet.

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Und genau so war es auch. Der Propaintrail macht uns ab dem ersten Meter grosse Freude.

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Der Trail ist sehr flowig angelegt und vor allem die Kurven machen grossen Spass!

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Der obere Teil des Trails wurde extra für uns Biker gebaut. Unten fährt die Abfahrt auf einem Wanderweg. Hier ist Trailtolerance zwischen Wanderer und Biker gefragt.

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Ein erstes Mal bin ich in diesen Ferien in den Trailrausch gelangt. Der Propain ist absolut gelungen und man stellt unmissverständlich fest, dass man sich hier grosse Mühe gegeben hat. Deshalb hier gleich mal ein grosses Dankeschön an Matze und seine Crew von Vinschgaubike. Vielleicht wäre es noch hilfreich, hätte es Markierungen unterwegs, damit auch für diejenigen der Wegverlauf klar ist, welche kein Navi haben. Und ein etwas klarerer Hinweis für den oben gesperrten Teil wäre auch nicht schlecht. Ansonsten beiden Daumen hoch für den Propaintrail – sehr gerne wieder!!

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Es ist etwas nach zwei Uhr und ich liege super in der Zeit. Denn die Bahn von Latsch nach St. Martin rauf nimmt Biker erst ab 15.00 Uhr mit.

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So rolle ich gemütlich dem wunderschönen Radweg der Etsch entlang bis nach Latsch, warte dort noch ein paar Minuten und kann dann gleich mit der ersten Biker-Bahn rauf.

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Oben ist die Aussicht einmal mehr genial. Ich war ja bereits im Herbst 2013 hier oben.

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Der Monte Sole Trail ist dann auch in der Ausgabe 2015 ein Highlight.

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Flowige Abschnitte wechseln sich wunderbar mit knifflig-technischen ab.

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Die Anneberger Böden sind dann Flow pur und auch das optische passt hier!

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Die Schlucht mit der anschliessenden Hängebrücke gehört zu einer meiner Lieblingsstelle des Monte Sole Trails. Ein Wanderer, der gerade dort mit seiner Familie rastete, machte das nächste Foto von mir. Ein weiteres tolles Beispiel für Trailtolerance!

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Oberhalb Goldrain spuckt mich der Trail wieder aus. Erneut machte er mir grossen Spass und auch hier heisst es wieder: beide Daumen hoch!

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Zum Ausrollen geht’s auf den Etschradweg, wo ich die tollen Trails des ersten Biketages im Vinschgau Revue passieren lasse. Die Messlatte ist schon mal ordentlich hoch angesetzt, die nächsten beiden Touren können kommen!

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Distanz: 53 km / Fahrzeit: 3 h 53 min / Höhenmeter: 900 Hm

Download

Man beachte bei den GPS-Tracks: Ich habe den original Track des Propaintrails hochgeladen. Hier ist aber wie im Bericht erwähnt der obere Teil des Trails vom Einstieg bis zur 180 Grad Linkskurve der Aufstiegsstrasse noch bis Mitte Juni gesperrt!

2 Gedanken zu „Propaintrail und Monte Sole Trail im Vinschgau

  1. …da werden ja gleich wieder Erinnerungen wach…;-)
    Schöne Bilder & BerichtI
    Dass Mountainbiker.it nicht immer aktuell ist, musste ich auch schon feststellen. Ein Mail an den Webmaster genügt aber meist und die Sache wird in Ordnung gebracht….;-)

    Die Koordination unter den Bergbahnen/Forstarbeitern/Bürgermeistern/Bikeschulen/etc. ist wahrscheinlich nicht so einfach zu lösen….schade wenn es der Tourist zu spüren kriegt..
    Besonders in Rabland (Bahn nach Aschbach) hat mir die Inkonsequenz (Biketransport: JA /Trailbenutzung: NEIN/ bzw. Trail auf von der einen Seite befahrbahr, von der anderen gesperrt) ein paar Falten auf die Stirn getrieben….

    • Ja ich hatte während meines Urlaubs mehr als einmal das Gefühl, dass die Zusammenarbeit (noch) nicht so funktioniert. Aber eigentlich ist dies klagen auf hohem Niveau denn die Trails sind wirklich klasse dort und es wird weiterhin Gas gegeben in Bezug auf den Biketourismus. Zu Aschbach und dem Vigiljoch gibt’s dann auch noch einen Bericht.

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