Sonne pur auf dem Passo del Sole!

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Rund zwei Jahre ist es her, seit ich mit Lukas in den Bergen für eine Biketour war. Es war also aller höchste Eisenbahn um eine Fortsetzung zu starten! So machten wir letzte Woche die bekannte Tour über den Passo del Sole. Bei den aktuellen Wetterverhältnissen war der Name Programm!

Als Warmup bietet sich jeweils die ultrasteile Standseilbahn von Piotta zum Ritomsee rauf an. Logisch nutzten auch wir diese Option.

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Nach der Bergstation sind es ein paar Meter und wir stehen mit unseren Bikes am Lago Ritom.

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Bei diesem Kaiserwetter glitzert der See besonders schön.

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Dies macht sich speziell beim Fotospot bei der San Carlo Kapelle bemerkbar. Einfach herrlich dieser Flecken Erde!

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Nach der Cadagno Hütte radeln wir auf einer gut ausgebauten Schotterpiste zur Alpe Carorescio hinauf.

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Von dort weg ist die Strasse nicht mehr so gut im Schuss und einige steile und ruppige Rampen zwingen uns dann und wann mal zum absteigen.

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Etwa zwanzig Minuten vor der Passhöhe kommen wir auf den ersten Singletrail des Tages welcher über die Piano Grande führt.

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Ein erstes Mal surfen wir über einen flowigen Trail –  es wird nicht das letzte Mal sein an diesem Traumtag!

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Beim Schlussaufstieg zeigt Luki mir zum ersten Mal den Meister. Getreu dem Motto „Fahrbar“ fährt er den letzten Abschnitt fast komplett, während ich doch zwei-dreimal mehr aus den Klickpedalen muss.

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Dann sind wir oben. Ich glaub, so leicht ging mir der Aufstieg zum Sole noch nie. Knappe zwei Stunden brauchten wir nach dem Verlassen der Standseilbahn. Ich war ja bereits in den Jahren 2011 und 2012 auf diesem Übergang.

Wie immer wenn ich mit Luki unterwegs bin, gibt es einen Gipfelschnupf und da es quasi windstill und angenehm warm ist, schalten wir gleich eine Pause ein.
Wir sind nicht allein, es hat noch zwei andere Biker auf dem Passo del Sole. Als ich Luki nebenbei ein Erlebnis von der Alta Rezia Woche mit Silvan von vor zwei Jahren erwähne, meint einer der beiden Biker plötzlich, ob ich denn nicht der Chregu sei mit dem Blog? Ich staune nicht schlecht, da werde ich doch tatsächlich erkannt. Das ist mir auf einer Tour noch nie passiert. Er sei sich nicht ganz sicher gewesen, doch als ich von Silvan sprach war es klar für ihn. Ich füge dann an, das sei mein Fotograph und zuständig für die coolen Fotos mit mir drauf…:-)

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Wir plaudern noch ein bisschen zusammen. Mein Blogleser kommt aus dem Kanton Uri, doch ich habe es leider versäumt nach seinem Namen zu fragen ihn aber mehr oder weniger „aufgefordert“ diesen Bericht zu kommentieren. Mal sehen…;-) Die Begegnung war auf jeden Fall sehr überraschend und toll!

Er macht sich dann auf den Weg und ein paar Minuten später satteln auch wir unsere Bikes wieder. Der Beginn der Sole Abfahrt ist wie immer sehr technisch und anspruchsvoll.

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Luki und ich fahren das Meiste (er erneut ein bisschen mehr als ich). Schon bald wird der Trail mehrheitlich flowig und wir verfallen dem Trailrausch.

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Die Abfahrt vom Passo del Sole ist für mich auch beim dritten Mal ein absolutes Highlight.

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„Mehrheitlich flowig“ habe ich oben geschrieben – aber aufgepasst: Stets kommen Absätze und kurze steilere Passagen. Als eine Autobahn würde ich den Sole nie beschreiben, auch wenn die Bilder vielleicht den Anschein machen.

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Für uns ist es auf jeden Fall der richtige Schwierigkeitsgrad und wir haben rüüüdigen Spass!

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Bei der Alp Lareccio ist die eigentliche Abfahrt vom Passo del Sole zu Ende. Ein erstes Fazit kann gezogen werden und alle vier Daumen gehen klar nach oben: Passo del Sole enttäuscht nie!

Doch auf Trails muss für den langen Rest des Downhills keinesfalls verzichtet werden. Das Valle Blenio bietet einiges und vieles davon ist mit der offiziellen Bikeroute Nr. 65 ausgeschildert, so auch der folgende Ramba-Zamba Trail nach Piano runter. Die Steilheit zur vorherigen Abfahrt nimmt klar zu und dadurch ist dieses Ding schwieriger. Uns macht’s aber tierischen Spass und wir müssen darauf achten, nicht übermütig zu werden.

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Weiter geht’s nun sehr abwechslungsreich durchs Bleniotal. Zwischen den nun eher einfacheren Trails haben wir stets die Möglichkeit, etwas durch zu schnaufen und die wunderschöne Landschaft zu geniessen.

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Und auch diese Mal habe ich das Glück, das mein Begleiter nicht nur „Mitbiker“ ist, sondern auch ein paar Fotos von mir schiesst. In diesem Sinne danke Luki für Deinen bildlichen Beitrag zu diesem Blogpost! Auch das nächste Foto ist von ihm. Nicht nur Silvan kann coole Bilder von mir machen…;-)

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Der Bikeweg zweigt stets von der Hauptstrasse ab und so bekommen wir die typischen Tessinderdörfer des Valle Blenios zu sehen. Meistens folgt nach einem solchen Dorf ein kurzer Trail.

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Je näher wir nach Biasca kommen, desto wärmer (oder besser gesagt heisser) wird es.

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So gibt es am Bahnhof Biasca zum Ende dieser Supertour gleich mal ein Gelati um für ein paar Minuten die gröbste Hitze zu vertreiben. Lange währt dieser Effekt nicht. Dafür ist das Timing perfekt und zehn Minuten nach unserem eintreffen fährt der nächste Zug nach Airolo. Dort haben wir unser Fahrzeug.

Ja Luki, es war wirklich eine super Tour. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächste und von mir aus darf diese gerne wieder in den Berge gehen.

Distanz: 55 km / Fahrzeit: 4 h 22 min / 900 Hm

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7 Gedanken zu „Sonne pur auf dem Passo del Sole!

  1. Hallo Chregu
    Schöner Bericht !!!
    Sieht interessant aus, den werde ich sicher die nächste Woche einmal Abfahren da ich 2 Wochen in Ascona verweile.

    Wenn du noch einen tip für das Tessin hast währe ich ein dankbarer Abnehmer von einem GPS Tracks.

    Gruss Bruno

    • Hallo Bruno,
      Danke für Dein Feedback.
      Von Ascona aus ist die Cimetta sehr schön zum biken. Von Bellinzona aus kann ich Dir die Alpe Gesero empfehlen (steiler Aufstieg). Monte Tamaro und Monti di Medeglia sind von Ascona aus auch ganz gut zu erreichen. Etwas südlicher hat Lugano mit dem Monte Bre, Monte Lema und dem Val Colla ebenfalls einiges zu bieten. Gib auf meinem Blog bei der Suchfunktion einfach diese Namen ein und Du kommst zum Bericht, von wo aus Du die GPS-Tracks herunterladen kannst. Falls Du auf dieser Page nichts findest, gehe unter http://chregu.veloblog.ch. Dies ist mein alter Blog, welcher ebenfalls einige Tessiner Bericht enthält.
      Du gehst definitiv in die richtige Ecke biken 🙂 Jetzt schon schöne Ferien und geniesse es!

  2. Oben auf dem Passo del Sole kann der erste verblockte Teil super umfahren werden. Gerade beim Pass links hinauf dem fast nicht sichtbaren Trail folgen. Ein stück weiter unten kommt man automatisch wieder in den Orginal Trail hinein. Alle fahrbar.

  3. Hey Chrigu
    Wieder mal ein toller Bericht von dir.
    Für mich war der Tag auch echt perfekt für diese Tour…. ja genau, ich war einer der 2 Biker auf dem Pass. Bin tatsächlich ein Urner, auch ein Bruno, aber nicht der, welcher den Bericht schon kommentiert hat.
    Wie klein doch die Welt ist. War wirklich eine witzige Begegnung…

    Ich wünsche dir noch viele tolle Touren. Und wer weiss, vielleicht sieht man sich ja wieder.

    Gruss Bruno

    • Hallo Bruno,

      Wer weiss, die Welt ist ja bekanntlich ein Dorf. Alles Gute weiterhin und einen tollen Bikeherbst wünsche ich Dir.

      Happy Trails,
      Chregu

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