Wallis Cross 2015, 4. Etappe: Moosalp – Oberems. Mehr als nur eine Überbrückungsetappe

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Die 4. Etappe unseres Wallis Cross‘ startet mit einer Postautofahrt von Stalden zur Moosalp rauf. Heute am Mittwoch dem 9.9.15 soll es etwas kürzer und einfach zu und her gehen – so auf jeden Fall schon mal der Plan.

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Oben auf der Moosalp möchte Benno am liebsten zum zweiten Mal ein Frühstück einnehmen. Dies in der Form von einer Cremeschnitte, welche auf der Moosalp eine Spezialität sind. Ich habe noch keine Lust auf soviel Zucker, bin aber selbstverständlich bereit mit zu kommen. Ich kann mir dann ja nur einen Kaffee bestellen. Benno, so anständig wie er ist, meint, dann müssen wir nicht extra reingehen und können gleich losfahren. Auch nach zweimaligen insistieren meinerseits besteht er auf den Start der 4. Etappe. 🙂
Deshalb also die Merke für den nächsten Besuch der Moosalp: Die Tour so planen, dass sie frühestens am Mittag dort durchführt…

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So starten wir auf 2’048m zu einer sogenannten Überführungsetappe. Diese soll uns heute ins Turtmanntal bringen. Gleich am Anfang haben wir einen steilen Weg zu bewältigen, wo wir bereits ein erstes Mal schieben müssen.

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Der Weg ist nicht sonderlich gut im Schuss. Doch haben wir mal den Punkt 2’218 bei Unnerrat erreicht, wird aus dem Bachbettweg ein sehr schöner Höhentrail.

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Die Bilder täuschen. Der Trail hat regelmässig seine kniffligen und engen Passagen drin. Grundsätzlich aber eine schöne Sache. Nur im mittleren Teil sind wir etwa eine Viertelstunde am schieben (Bild unten). Da ist der Weg einfach zu verblockt.

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Kaum aber ist der Löübbach überquert fahren wir auf einem Flowtrail erster Güte. Herrlich!

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Der letzte Kilometer vor Unners Sänntum wird der Trail so breit, dass er schon fast als Schotterpiste bezeichnet werden kann. Störte uns aber nicht.

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Wir entscheiden uns als Fortsetzung für die Strasse bis zur Undri Eischollalp.

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Kurz vor Tschorr treffen wir auf einen kurzen aber unglaublich schönen Singletrail!

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Bei diesem niedlichen Weier machen wir eine kurze Pause.

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Auch heute herrscht wieder perfektes Bikewetter! Als nächstes erreichen wir Obermatten.

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Von dort fährt ein supergeiler Flowtrail nach Ergisch runter. Sorry die Wortwahl, ist aber wirklich so!!!

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In Ergisch finden wir mitten im Dorf  in einer Baustelle das Restaurant Obermatt. Dort essen wir beide eine Rösti, welche sehr lecker war. Danach dürfen wir die angefressenden Kohlenhydrate gleich wieder abstrampeln. Denn wir fahren einen kurzen Teil den selben Hang rauf, welchen wir vorher runter kamen. Nur diesmal natürlich auf der Strasse und nicht auf dem Trail.

Auf einer Höhe von ca. 1’270m finden wir dann den Einstieg zu einem Suonentrail. Der erste kurze Abschnitt war nicht mehr im Betrieb und auch ist der Weg nicht gut gepflegt. Trotzdem kommen wir ganz ordentlich voran.
Etwas weiter vorne beginnt dann die eigentliche Suone. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um die Ergischer Wasserleite.

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Der Beginn ist super zu fahren doch schnell wird es enger und schwieriger. Wir steigen oft ab, einfach zur Sicherheit.

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Der Weg ist spektakulär angelegt und wir kommen gut voran mit unseren Bikes. Doch etwa die Hälfte sind wir am schieben.

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Fehler sind hier definitiv keine erlaubt. Wir bleiben konzentriert, ruhig und lassen uns Zeit. Denn die haben wir heute.

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Am Ende des Trails entdecken wir dann ein Bikeverbot. Auf der anderen Seite haben wir keines gesehen. Trotzdem sind wir uns einig, dass dieser Weg für Biker wohl nicht gerade das Richtige ist. Wir kamen gut durch und hatten keine Mühen, wohl auch weil wir genügend Zeit hatten. Trotzdem wird diese Befahrung und Begehung der Ergischer Wasserleite wohl einmalig bleiben.

Zum Abschluss fahren wir noch einen Teil des Bärenpfads, bevor wir Oberems erreichen. Hier befindet sich mitten im Dorf das Hotel Emshorn, in welchem wir gestern Abend ein Zimmer buchten. Gerne hätten wir in Gruben im Turtmanntal übernachtet, doch dort war die örtliche Unterkunft bereits ausgebucht.

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Dass das Hotel Emshorn mehr als nur eine Notlösung ist, stellt sich schon bei der Begrüssung aus. Sehr freundlich werden wir empfangen. Und für ein Aprés Bike gibt es kaum einen schöneren Platz als derjenige auf der Terrasse des Hotel Emshorns.

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Die Desserts dort sind klasse. Mein Kuchen ist noch lauwarm und Benno schwärmt von seinen Apfelküchlein. Verdient haben wir dies uns alleweil, da die heutige Etappe dann doch mehr war, als nur eine Überbrückung vom einen Tal ins andere.

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Nach dem Dorfrundgang durch das beschauliche und ruhige Oberems folgt das Abendessen im Restaurant unseres Hotels. Auch hier gehen beide Daumen hoch. Die Käseschnitte ist genial!!!

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Die Energie brauchen wir für morgen. Dann geht’s wieder richtig in die Berge!

Distanz: 25 km / Fahrzeit: 3 h 13 min / Höhenmeter: 700 Hm

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11 Gedanken zu „Wallis Cross 2015, 4. Etappe: Moosalp – Oberems. Mehr als nur eine Überbrückungsetappe

  1. Dein Bericht und die Kaseschnitte machen mir Lust. Der Höhenweg über Unnerrat kenne ich noch nicht. Etwa eine Viertelstunde am schieben, ist nicht soviel. Werde nächstes Jahr auch mal den testen. Danke für die tollen Bilder.
    Etienne

    • Dann bin ich jetzt schon auf Deine Meinung gespannt. Nun, eine Viertelstunde schieben ist grundsätzlich nicht viel. Nur ist der Trail halt relativ kurz… Du wirst es dann selber sehen 🙂

  2. Einfach das Postauto weglassen, dann klappt es auch mit der Cremeschnitte. 😉 Schöne Etappe und einmal mehr eine Bestätigung, die Ergischsuone nicht mit dem Mountainbike zu befahren. Da kommen schöne Erinnerungen an meine VexLaax hoch.

    • Ja das mit dem „Postauto weglassen“ ist uns dummerweise gar nicht in den Sinn gekommen…:-)
      Ja die Ergischsuone ist definitiv nicht biketauglich. War mein erstes und letztes Mal.

  3. Da habt ihr ja meine zweite Heimat durchquert 🙂 Die Trails kenne ich natürlich. Aber die Ergischersuone habe ich nie mit dem Bike gefahren, nur zu Fuss. Für mich macht die Suone mit dem Bike keinen Sinn, höchstens eben als nötige Verbindung. Leider gibt es als Verbindung Turtmanntal – Ergisch keine direkte und bessere Variante. Sonst geht es oben oder unten durch. Das heisst aber wieder ein paar Höhenmeter zu nehmen. Oder … in eurem Fall hätte ich eine tolle Abfahrt nach Turtmann gerockt und wäre dann mit der Luftseilbahn nach Oberems hochgegondelt. Eindeutig in jeder Beziehung die beste Verbindung 😉

    • Das mit der Luftseilbahn ist uns erst bewusst geworden, als wir in Oberems ankamen. Wäre sicher die bessere und coolere Variante gewesen, als die Ergischer Wasserleite. Jetzt wissen wir es ja für das nächste Mal.
      Und wie Du schon feststelltest war es unsere Absicht einen mehr oder weniger direkten Weg von Ergisch ins Turtmanntal zu nehmen. Da bot sich diese Suone halt dazu an.

  4. Biken und schlemmen – eine gute Kombination…
    Danke für den Post und die Kommentare…Diese Gegend kommt auch auf meine Todo-Liste…;-) BTW: Ist schon jemand weiter ins Turtmanntal rein und über Furggiltli nach Mission runter?

    • Diese Region ist schon wirklich sehr sehr schön! Betreff Deinem erwähnten Übergang ins Val d’Anniviers: Da gibt’s im nächsten Bericht mehr Infos. Zwar gingen wir nicht über das Furggiltli, doch gelohnt hat sich unser gewählter Pass ebenfalls.
      Stay tuned…:-)

  5. Hallo Chregu – immer wenn ich wieder einen Blog von dir lese wäre ich gerne mindestens 20 Jahre jünger um dies alles auch zu fahren. Aber schon das Lesen macht richtig Spass. Immer ein guter Beschrieb und tolle informative Fotos. Möchtest du das Touren nicht zum Beruf machen? So oder so – ich freu mich auf deine nächsten Touren. Herzlich Heinz

    • Das wäre natürlich ein Ding. Beruflicher Tourenfahrer… wird wohl Wunschdenken bleiben…:-)

      Vielen Dank für Deine netten Worte in Deinem Kommentar!

      • Warum denn Wunschdenken? Melde dich doch einmal bei Baumeler in Luzern. Er bietet Veloreisen aber keine Biketouren an – vielleicht lässt sich da etwas aufbauen. Mach sie doch einfach mal mit deinem Blog bekannt. Gut Gruss Heinz

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