Transalp 2016, 1. Etappe: Garmisch – Ehrwald

img_0109

Endlich ist es soweit. Das wohl grösste Bikeabenteuer unseres Lebens steht vor der Tür! Es geht auf die Transalp von Garmisch-Partenkirchen nach Riva an den Gardasee. Schon lange freuen sich Benno und ich auf diesen Moment. Vor allem für Benno ist es ein spezieller Moment. Hat er sich doch vor vier Jahren schon mal für eine Transalp in einer geführten Gruppe inklusive Guide angemeldet. Doch leider wurde diese Tour damals eine Woche vor dem Start abgesagt aufgrund zu vielen Abmeldungen. So ist es für uns beide die Premiere.

Letztes Jahr waren wir ja bereits zusammen im Wallis auf einer mehrtägigen Tour. Schon da war diese Transalp ein Thema doch Benno ließ sich von mir relativ leicht überreden, ins Wallis zu gehen. Da wir letztes Jahr also einen Vorschlag von mir umsetzten, war für mich schon während des letzten Winters klar, dass es dieses Mal auf die Tour von Benno gehen soll. Und das ist eben die Transalp auf der Albrecht Route von Garmisch-Partenkirchen in Deutschland nach Riva an den Gardasee in Italien. Zwischendurch werden auch Österreich und unsere Schweiz durchquert. Zu sehen wird es also genug geben. Auch freuen wir uns auf die vielen kulinarischen Highlights der Strecke entlang. Da es wie erwähnt durch vier Länder geht, gibt es auch in diesem Bereich zu entdecken..:-)

In vielen Foren, Online Communitys und auch auf der Transalppage von Andreas Albrecht kann man lesen, dass diese Tour in sieben Tagen durchgezogen wird. Das würde dann einem Tagesschnitt von 70 km und 1’700 Hm entsprechen. Das wäre wohl schon möglich, ist uns aber ein bisschen zu wild. Bei diesen Tagespensen kommt für uns der Urlaubsgedanke schlicht zu kurz. Die Transalp ist für uns schließlich kein Rennen sondern unsere Ferien. Da wir beide glücklicherweise mehr als eine Woche Zeit haben, planen wir die Tour auf zehn Tage. Deshalb sollten wir bei Start am Sonntag, 4.9. am Dienstag, 13.9. am Gardasee eintreffen. So bleibt stets etwas mehr Erholung und auch Zeit am jeweiligen Etappenort noch was anschauen zu gehen.

Genug Vorgeplänkel, auf geht’s zu ersten Etappe. Da wir beide erst um zwei Uhr Nachmittags in Garmisch eintreffen, gibt es auch dieses Mal eine WarmUp Etappe zum Start. Machten wir letztes Jahr schon so als es von Oberwald nur bis ins Binntal ging und dies war damals eine sehr gute Erfahrung. So können wir uns auch heuer während einer lockeren Tour schon mal ganz gut an den etwas schwereren Rucksack gewöhnen.

1

Garmisch ist schnell hinter uns wir fahren via Hammersbach und Obergrainau in Richtung Süden. Alles ist schön gepflegt hier und diverse heimelige Gasthöfe laden zum einkehren ein.

2

Wir können aber jeder Versuchung widerstehen, denn all zu viel Zeit möchten wir dann doch nicht verlieren. Nach Obergrainau steigt die Strecke zum ersten Mal an. Schöne aber steile Waldwege drücken den Schweiss aus den Poren. Es herrscht nicht gerade Sonnenschein pur, trotzdem ist es sehr warm.

3

Beim Eibsee muss ich dann eine erste Pause haben. Da ich auf der über sechsstündigen Hinfahrt von Luzern nach Garmisch nur zwei Sandwiches aß, ist nun der Bedarf nach etwas Warmen da.

4

Nach dem Break geht es weiter bergauf. Wir fahren nun unterhalb der Zugspitze entlang, dem höchsten Berg Deutschlands. Ein sehr eindrücklicher Gipfel mit seinen imposanten Felsformationen.

5 6 7

Irgendwo in der Gegend des höchsten Punkts der heutigen Tour haben tut sich auf einmal dieses tolle Panorama auf mit Blick auf unseren Startpunkt Garmisch-Partenkirchen. Ein klein bisschen später verlassen wir dann Deutschland und befinden uns bereits in Österreich, dem zweiten Land unserer Transalp.

8

Und dann heisst es: Anschnallen für den ersten Trail der gesamten Tour!

9

Wenn auch nur kurz gefällt uns dieser Weg.

10

Ehrwald, unser geplanter Etappenort, ist nun nicht mehr weit.

11

Gebucht haben wir noch nichts, wir lassen die Übernachtungsfrage einfach mal auf uns zu kommen. Gleich am Dorfrand von Ehrwald fahren wir am Hotel Ehrwalderhof vorbei. Eine Fahne mit der Beschriftung „Bike Hotel“ steht vor der Türe. Benno meint: „Schaut doch gut aus“ und auch für mich wirkt das Haus sehr einladend. Also rein, kurz nachfragen, und wir haben Glück. Freie Zimmer hat es noch genügend und die Herrin des Hause meint augenzwinkernd, dass sogar die Suite noch frei sei…:-).

Das muss dann doch nicht sein. So kriegen wir ein Vierbettzimmer für uns alleine für 55 Euro inklusive Frühstück. Passt! Der Preis für die Halbpension wäre dann nur noch 10 Euro mehr gewesen, also eigentlich ein sehr gutes Angebot. Da wir aber noch was von Ehrwald sehen möchten, entscheiden wir uns für ein Abendessen im Dorf vorne.

12

Das Abendessen im Restaurant Al Castagno ist dann sehr lecker und mit einen außergewöhnlich gutem Eis der dazugehörenden Gelateria lassen wir den ersten Abend unseres Alpencrosses ausklingen. Wir sind zufrieden und freuen uns auf den morgigen Tag.

Distanz: 28 km / Fahrzeit: 2 h 24 min / Höhenmeter: 900 Hm

Weiter zur 2. Etappe: Ehrwald – St. Anton am Arlberg

Download

3 Gedanken zu „Transalp 2016, 1. Etappe: Garmisch – Ehrwald

  1. Super Chrigu – freu mich schon auf die nächsten Etappen und bin gespannt wie schwierig es noch wird. Ich möchte auch gerne mal so einen Alpencross fahren und anhand deiner Berichte kann ich sicher einschätzen ob ich eine leichtere Route wählen muss. Beste Grüsse Heinz

    • Hallo Heinz. Dies war natürlich nur die Warmup Etappe. Es wird schon noch länger und schwieriger.
      Für einen solchen Alpencross schadet es sicher nie, im Vorfeld schon mal mindestens eine zwei-viertägige Tour mit dem Rucksack gemacht zu haben, damit man auch weiss, wie sich das Mehrgewicht am Rücken anfühlt.
      Da wir keine Unterkunft im Vorfeld buchten, waren wir bei der Routenwahl sehr flexibel, was sicher ein Vorteil war.

      Auf jeden Fall geht es schon bald weiter mit der zweiten Etappe…:-)

      Lieber Gruss Chregu

  2. Wow, tolle Tour. Ich war dieses Jahr fast ganz in der Nähe. Bin von Triest nach Südeutschland heim. In Biberwier bin ich durchgekommen. Die Landschaften erinnern mich sehr stark an die, die ich im August gesehen habe. Ist einfach beeindruckend. Die Alpen an dieser Stelle (und überhaupt!).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.