Rütli – Seelisberg, 01.06.2008

Die heute Tour führte Stefan und mich an einen geschichtsträchtigen Ort. Nämlich zum Rütli. Eine tolle Tour mit dem spassigen Waldstättertrail, welche jedem Biketyp was bietet.

Wir verluden unsere Bikes in Beromünster und fuhren bis Beckenried. Dort verliessen wir die Autobahn und bogen auf die Strasse Richtung Emmetten ab. Bei der ersten Haarnadelkurve parkierten wir und starteten unsere Tour. Los gings gleich mit einem rassigen Downhill im Niederholz auf einer Schotterstrasse bis wir zur Grüeblitalschlucht kamen und einer Brücke darüber. Die letzten Meter runter waren spektakulär und kaum fahrbar. Die Brücke war mit Stufen unterlegt.

Danach folgte eine richtige Tortur. Ein Weg, welcher viele Stufen hatte und äußerst steil war, machte uns zu schaffen. 200 Höhenmeter verbrachten wir damit, unsere Bikes zu schieben oder zu tragen. Der Schweiss floss in Strömen. Wenn wir das gewusst hätten, wären wir mit dem Auto bis nach Emmetten gefahren und von dort mit den unseren Rädern los. Dann hätten wir dieses harte Teilstück geschickt umfahren, denn der Spassfaktor war nicht mehr gross vorhanden. Aber wir machten das Beste daraus.

Als wir dann endlich oben waren (unterhalb des Haselholzbodens), trafen wir drei ältere Wanderer an. Als wir ihnen sagten, dass wir nun den Waldstättertrail nach Volligen fahren wollen, rieten sie uns dabei ab. Der Weg sei kaum fahrbar und sehr felsig und eng. Da ich aber im Internet diverse Berichte über diesen Trail gelesen hatte und der wirklich toll sein soll, liessen wir uns nicht davon abbringen und fuhren drauf los. Bereut haben wir das in keiner Weise. Der Trail war was vom tollsten und genialsten, was ich bis jetzt mit dem Bike gefahren bin. Fast alles fahrbar und mehrheitlich flach. Den werden wir dieses Jahr nochmals unter die Räder nehmen, waren wir uns sofort einig.

Leider ist jeder tolle Trail mal zu Ende und ab Hinter Stäckenmatt hatten wir zum ersten mal seit dem Start eine Asphaltstrasse. Ab Triglis folgte dann der nächste Leckerbissen – Der Wiesentrail nach Volligen.

Ab Volligen fuhren wir auf der Strasse, welche vom Treib nach Seelisberg führt. Bei der ersten Serpentine fuhren wir geradeaus via Mitten – Rüti – Stöck zum Rütli. Dort verdrückten wir im Restaurant eine feine Portion Schnitel Pommes Frites.

Der längste Aufstieg des Tages stand noch bevor. Frisch gestärkt starteten wir Richtung Seelisberg. Wir fuhren nicht auf dem dicht bevölkertem Weg der Schweiz, sondern den etwas weniger gut ausgebautem Weg direkt zum Seelisberger Oberdorf. Der Weg verlangte von uns nochmals alles ab. Die Erleichterung war dann vor allem bei Stefan gross, als wir es endlich geschafft haben. Eigentlich wollten wir den Förstertrail als Rückweg nehmen. Mangels Zeit wählten wir aber den schnellsten Weg über die Hauptstrasse. Mit einer zwischenzeitlichen Höchstgeschwindigkeit von 68 km/h rasten wir zurück zum Auto und danach wieder retour nach Beromünster.

Distanz: 23 km / Fahrzeit: 1 h 46 min / Höhenmeter: 800 Hm

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