Giro Val Colla – Paradies für jeden Biker, 26.06.2008

Am zweiten Tag meines Bikeausfluges ins Tessin plante ich eine happige aber unbeschreiblich geniale Tagestour rund ums Val Colla. Jeder angefressenen Biker wird um diese Tour nicht herum kommen. Sensationelle Singletrails, tolle Schotterstrassen, wunderschöne Wälder und wenn das Wetter ein bisschen beser mitgemacht hätte, eine herrliche Weitsicht.

Ich startete in Lugano und fuhr der Hauptstrasse entlang bis zum Stadion Cornaredo. Von dort gings etwa einen Kilometer entlang der Cassarate auf einem schönen Strässchen bis ich wieder zur Hauptstrasse geführt wurde. Von nun an gings nur noch rauf. Die Ortschaften, welche ich durchquerte hiessen Davesco, Cadro, Dino und Sonvico. Immer noch bergauf nahm der Verkehr nach der letzt genannten Ortschaft merklich ab. In Rosone musste ich bereits das erste Mal meine beiden Bidons nachfüllen. Es war schon sehr heiss. Das störte mich aber nicht, denn ich mag die Hitze. Nach Rosone kam ich in den Wald und die Strasse wechselte von Asphalt zu Schotter. So fuhr ich im Wald alles hoch und zwischen den Bäumen durch konnte ich auf der Nordseite des Val Collas bereits die Cap. Monte Bar erkennen, wo ich dann hoffentlich irgendwann am Nachmittag ankommen werde.

Bei der Abzweigung zur Cap. Pairolo fuhr ich geradeaus direkt auf den ersten Singletrail des Tages in den Wald hinein. Und der war schon mal ein toller Vorgeschmack zu dem, was mich heute noch erwarten sollte.

Als ich aus dem Wald kam, erreichte ich eine Schotterstrasse, welche sich schön dem Berg rauf schlängelte. Auf den Wiesen hatte es unzählige Alpenrosen.

So erreichte ich dann die Bocchetta San Bernardo und überquerte die Landesgrenze. Fortan fuhr ich auf italienischem Boden. Zuerst aber noch das obligate Grenzsteinfoto.

Weiter gings auf einem herrlichem Singletrail zur Cap. San Lucio mit der gleichnamigen Kappelle.

Die Uhr zeigte so etwas um 13.00 Uhr an. Ich war sehr gut in der Zeit, hatte ich doch die Hälfte nun geschafft. Jetzt war aber zuerst Zeit für eine Portion Spaghetti Carbonara, welche ausgezeichnet schmeckte und meinem Körper sehr gut tat. Von meinem Sitzplatz aus könnte ich den bekannten Trail zur Cap. Monte Bar bereits sehen und die Vorfreude steigerte sich weiter.

So bezahlte ich und schwang mich wieder aufs Bike, um das eigentliche Highlight des Tages zu befahren. Und was soll ich hier noch gross bloggen. Dieser Trail war einfach der Hammer!!! Nur der Himmel war verschleiert und verunmöglichte dadurch eine tolle Aussicht. Aber das waren nur Peanuts. Dieser Trail war ein Vergnügen, welches gar nicht mehr aufhören wollte. Diejenigen, die das schon gefahren sind, wissen von was ich hier schreibe. Schaut die Fotos an und überzeugt euch selber.

Ab der Alp Piandanazzo fuhr ich auf einer Naturstrasse durch einen herrlich schönen Wald zur Cap. Monte Bar.

Und von diesem Zeitpunkt an, gings nur noch runter. Zuerst auf der berühmten Schotterpiste, auf welcher Thomas Frischknecht zu Marathon WM Gold 2003 fuhr. Die Strecke war wirklich ein Erlebnis. Wie erwähnt zuerst Schotter wurde sie später Asphalt. Ich erreichte einen Topspeed von 62 km/h. Die Strecke scheint auf dem ersten Blick gar nicht so steil und das ist sie auch nicht, trotzdem wurde ich sehr schnell. Schon unmittelbar nach der Cap. Monte Bar konnte ich den Verlauf der Strecke erkennen. Ein warer Leckerbissen.

Beim Motto della Croce folgte der letzte Singletrail und zugleich wohl der schwierigste des Tages. Es ging runter zur Alp Dravosio. Zudem war es ja der erste richtige Downhilltrail an diesem Tag und die erfordern immer höchste Konzentration. Aber auch hier ist der grösste Teil fahrbar.

Von der Alp weg war dann erneut Schotterstrasse angesagt an Kühen und Ziegen vorbei. Kurz vor Gola di Lago hatte ich dann wieder geteerte Strasse unter den Rädern. Via Tesserette brauste ich runter nach Lugano und total zufrieden nach der wohl schönsten Velotour (Bike und Renner inkl.), welche ich jemals gemacht habe, stieg ich in den Zug ein und fuhr zurück in die Zentralschweiz.

Distanz: 55 km / Fahrzeit: 5 h 3 min / Höhenmeter: 1’600 Hm

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8 Gedanken zu „Giro Val Colla – Paradies für jeden Biker, 26.06.2008

  1. hey chregu, da hast du dir ja eine super tour ausgesucht. ein bisschen neid kommt auf bei diesen bildern! vielleicht schaffen wir es ja mal, zusammen eine tour zu machen. gruss und bis morgen am turnfest in huttwil, luki

    • Hier habe ich noch die Zahlen zum Giro Val Colla vom verganengen Donnerstag.
      Distanz: 62.58 km
      Fahrzeit: 05h 03min
      AVS: 12.39 km/h
      Höhenmeter: ca. 1600m (1100m im ersten Anstieg)

      GPS-Track steht in diesem Bericht zum Download bereit

  2. wow – da hält einem nichts mehr wenn man die bilder sieht. scheint allerdings ziemlich viele höhenmeter zu umfassen. für mich dann evtl. mit übernachtung auf dem san lucio pass.
    danke für den bericht !

  3. Chegu auf diese Tour hast du mich defintiv „gluschtig“ gemacht. Diese werde ich im 2017 auf jeden Fall in Angriff nehmen! Ich freue mich jetzt schon riesig darauf.

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