Monte Arbostora Loop, Traumtour hoch über dem Lago di Lugano, 08.07.2008

Da der Wetterbericht in der Deutschschweiz Wind und teilweise ein bisschen Regen für den Dienstag auf dem Programm hatte, entschied ich mich am Montag Abend spontan für eine Tour im Tessin. Dort sahen die Wetterfrösche 27°C und Sonnenschein pur voraus. Also nichts wie ab in den Süden. Und ich bereute diesen Entscheid keine Sekunde.

Als ich am Morgen um 7.20 Uhr in Beromünster meine Wohnung verliess, fror ich richitggehend. Der Wind war kalt und es war äusserst unangenehm. Die Vorfreude auf die Tessinersonne wurde deswegen noch grösser. Von Sursee hatte ich einen Direktzug nach Lugano, ohne umzusteigen. Und die Wetterpropheten sollten recht behalten. In Lugano war es um elf uhr schon sehr warm. So startete ich meine Tour beim Bahnhof und fuhr nach Pazzallo hoch. Im Aufstieg konnte ich die herrliche Aussicht auf den Lago di Lugano geniessen. Im Hintergrund in der Mitte des Fotos ist sehr gut das Val Colla zu erkennen, welches ich vor zwei Wochen umrundet habe.

In Pazzallo begann dann auch der erste wunderschöne und sehr gut fahrbare Singletrail bis nach Carabbia.

Von Carrabia radelte ich auf Asphalt nach Ciona rauf, ein kleines Dörfchen mit einer herrlichen Aussicht auf den See.

Erst als ich diese tollen Fotos geschossen habe, bemerkte ich, dass ich in Carabbia den Trail direkt nach Morcote hätte nehmen müssen um auf der Route zu bleiben. So fuhr ich wieder runter nach Carabbia. Ein bisschen ärgerte ich mich schon über die verlorene Zeit, aber ganz vergebens wars auch nicht, wie man anhand der Fotos erkennen kann. Zudem warens nur 62 Höhenmeter und das ist ja wirklich nicht der Rede wert 🙂 In Carrabia unten begann der endlos lange und herrlich schöne Singletrail nach Morcote. Ebenfalls sehr gut zum fahren und die erste Hälfte leicht, die zweite etwas stärker abfallend.

Im malerischen Morcote angekommen, genehmigte ich mir in einem Restaurant am See eine hausgemachte Lasagne. Dabei liess ich Seele und Beine baumeln und genoss diese wunderbare Umgebung.

Nach dem ausgezeichnetem Essen fuhr ich etwa einen Kilometer flach dem See entlang, bis die Abzweigung nach links richtung Vico Morcote kam. In die bog ich ein und fuhr 360 Höhenmeter bergauf fast alles auf Asphalt. Dabei konnte ich tolle Aussichten auf den See fotografieren.

Unterhalb der Alpe Vicania endete der Uphill und nun begann der zweite paradiesische Singletrail bis nach Carona. Obwohl hier die Bezeichnung Singletrail schon fast übertrieben ist. Zeitweise war es ein Waldweg, auf welchem auch zwei, drei Velofahrer nebeneinander Platz gehabt hätten. Aber das war egal, denn der Weg war mehr oder weniger flach und einfach traumhaft. Der Wald duftete herrlich und zwischen den Bäumen konnte ich immer wieder den See erkennen. Das war Tessin, wie es im Bilderbuch steht!

Kurz vor Carona fuhr ich noch an der Madonna d‘ Ongero vorbei, eine wunderschöne Kirche mitten im Wald.

Carona selber ist auch immer einen Besuch wert. Ein richtig schmuckes Tessiner Dorf mit Kopfsteinpflastern, engen Gässchen und einer schönen Kirche. Auch hier wieder Bilderbuchtessin.

Anschliessend fuhr ich auf einer Schotterstrasse nach Ciona, wo ich am Mittag schon war und dann richtung Carabbia. Bei der ersten Serpentine bog ich aber auf den anspruchsvollen Trail ab, welcher auf der Singletrail Map mit schwarz (höchster Schwierigkeitsgrad) eingezeichnet ist. Auf der Karte erschien er mir nicht so lang und so wagte ich mich an dieses Abenteuer heran. Nur wenn man mal was schwierigeres ausprobiert, wird man besser. Und der Trail forderte von mir noch mal alles ab. Immer wieder musste ich mal für ein paar Meter absteigen, da es schlicht zu steil war, oder für meine Verhältnisse nicht fahrbar (felsig oder Stufen). Ich versuchte aber so viel wie möglich auf dem Bike zu bewältigen und im grossen und ganzen gings recht gut.

Von Carabbia nahm ich den gleichen Trail wie beim Hinweg nach Pazzallo und brauste auf der Hauptstrasse zurück zum Bahnhof Lugano.

Distanz: 35 km / Fahrzeit: 3h 18min / Höhenmeter: 900 hm

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3 Gedanken zu „Monte Arbostora Loop, Traumtour hoch über dem Lago di Lugano, 08.07.2008

  1. Herrlich, ich war auch schon ofters in dieser Gegend. Du bist doch nicht etwa bei der Alpe Viana vorbeigefahren ohne Einzukehren? Für mich einer der schönsten Plätze auf Erden mit einer tollen Küche.

    • Hi Trailblazer. Nein bei der Alpe Vicania machte ich keinen Halt. Erstens hatte ich gerade vorher in Morcote gegessen und zweitens war bei der Abzweigung in der Serpentine, wo man die Strasse nach Carona verlässt, ein Papier an einem Zaun und dort stand: „Alpe Vicania, fast nie offen, zum vergessen“ Möglicherweise kann das aber auch ein Lausbubenstreich sein. Dann werde ich das nächste mal dort vorbei schauen, wenn Du so schwärmst. Gruss: Chregu

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