Die Mondlandung auf der Ducanfurgga!

Die Biketour über die Ducanfurgga ist eine dieser Touren, welche man aufgrund des happigen Aufstiegs nicht unbedingt jedes Jahr machen muss, aber wegen der genialen Abfahrt doch immer mal wieder machen kann, darf und soll. Denn ein Highlight ist die Runde dann doch jedes Mal! Ich war zuletzt vor fünf Jahren mit Luki dort oben. Zeit also für eine Wiederholung!

Da wir am morgigen Tag die Trails in Davos unsicher machen wollen, bietet sich als „Transferetappe“ von St. Moritz aus die Ducanfurgga sehr gut an. So fahren wir mit der Bahn bis nach Bergün und verabschieden uns wieder von den tollen Corvigliatrails!

Dort starten wir bei Sonnenschein und schon sehr miden Temperaturen. Bald erreichen wir Stuls und füllen dort bereits ein erstes Mal unsere Bidons auf.

Weiter geht’s in den Wald hinein, wo die Strasse schon bald so steil wird, dass wir ein erstes Mal am schieben sind.

Da werden wir bereits ordentlich gefordert und kriegen einen ersten Vorgeschmack, was uns da die nächsten eineinhalb Stunden noch erwarten wird. Nach der Alp da Stugl wirds aber noch ein bisschen flacher. Die Strasse wird zu einem Trail, bleibt aber fahrbar. Die Gegend ist sehr schön hier oben und der Uphilltrail macht Spass – wenn er auch anstrengend ist.

Auf einer Höhe von ca. 2’200 m wandern die Bikes dann auf die Schultern. Die Bewölkung hat etwas zugenommen, was uns eigentlich ganz recht ist. So müssen wir die happige, gut einstündige, Tragepassage nicht in der brütenden Mittagshitze über uns ergehen lassen.

Bis kurz vor der Passhöhe ist an fahren so gut wie nicht zu denken. Nur die letzten paar Höhenmeter sind mit entsprechendem Kraftaufwand fahrbar. Aber auch hier nehmen es die meisten von uns gemütlich und tragen bis ganz nach oben. Dann ist es geschafft und der höchste Punkt des Tages ist erreicht.

Dieser ist leicht vor der Ducanfurgga und kurz nach dem Chrumhüreli. Dort machen wir einen ausgiebigen Rast und lassen es uns auch kulinarisch gut gehen. Special thanks an Manuel, welcher im Rucksack nebst den benötigten Sachen für die Tour auch ein Schneidbrett mitführte. So gab es Rehsalziz und Nusstorte zum z’Mittag. Passt!

Der folgende Trail zur Furgga rüber entschädigte uns bereis ein erstes Mal für den vergangenen harten Aufstieg. Als würden wir auf dem Mond biken… einfach nur genial!

Aufgepasst dann auf die letzten Meter vor der Ducanfurgga. Diese führen auf steilem, sandigen Boden nach unten. Bei uns windet es ziemlich heftig und es ist eine kleine Herausforderung, mit dem Bike diesen kurzen Abhang ohne Ausrutscher herunter zu kommen.

Auf der Furgga verweilen wir dann nur kurz und gehen gleich zur Abfahrt über. Diese ist zu Beginn sandig, steinig und steil. Es ist nicht immer alles fahrbar.

Bald aber wirds flowiger und wir fliegen über den herrlichen Trail!

Doch aufgepasst, das nächste steile Stück (auf ca. 2’400 m) lässt nicht lange auf sich warten…

…bevor es wieder etwas einfacher und schneller wird.

Herrlich dieser Abschnitt hier. Der Trail fordert uns regelmässig und doch hat er stets flowige Teilstücke dabei. Super so!

Gegen Ende ist nochmals Konzentration gefordert, als es einer abschüssigen Passage entlang geht. Rechts runter fallen ist hier verboten!

Nach der Bachüberquerung geht’s ein kurzes Stück tragend weiter.

Dann folgt der mehrheitlich flowige Schlussteil bis nach Sertig.

WOW – wir sind beeindruckt. Die Ducanfurgga hat uns alle Facetten einer tollen Biketour aufgezeigt. Zuerst ein tougher Aufstieg, welcher belohnt wird mit einer knifflig-tollen Abfahrt. Das ganze in einer hochalpinen Landschaft. So geht biken!

Abschliessend gilt es schliesslich noch zu erwähnen, dass dies definitiv keine Runde für Anfänger ist, obwohl es die meisten Bilder vielleicht so erahnen lassen. Denn wer nach dem langen und harten Aufstieg schon am Ende der Kräfte ist, wird grosse Mühe auf der Abfahrt haben.

Auch wir spüren die vergangenen Stunden nun ein bisschen. So entscheiden wir uns, nach einem kurzen Stop im Restaurant Walserhuus in Sertig, den Weg nach Davos auf der Strasse zu absolvieren. Den Trail oberhalb dieser Strasse werden wir dann morgen nach der Abfahrt vom Jakobshorn drananhängen. Und der Trail zum Rinerhorn rauf wäre super, doch würde dieser noch mehr an den Kraftreserven nagen.

Ein kurzes Stück Trail gibt’s dann nach der Zürcher Höhenklinik auf Clavadel doch noch und so kommen wir gegen halb fünf in Davos an. Da das Bolgen-Plaza leider Ruhetag hat, ist als Alternative ein Biergarten schnell gefunden und wir schalten in den Aprés Bike-Modus um. Zu erzählen und zu verarbeiten gibt es nach diesem Traumtag ja vieles!

Die nächste Nacht werden wir im Hotel Panorama verbringen. Wir konnten zu einem sehr guten Preis eine Suite buchen. Da hat man viel Platz und wir können uns prächtig erholen.
Fürs Abendessen wählen wir das Restaurant Bündnerstübli vom Sporthotel Central aus. Sehr leckeres Essen gibt es dort und für einen Patisseriefanatiker wie mich hat es sogar eine Dessertvariation auf der Karte. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und bereute meine Wahl nicht!

Tag 2 unseres 1. August-Bikeweekends geht zu Ende. Wetter, Trails, Stimmung, Essen – auch heute hat alles wieder gepasst! Tag 3 darf gerne kommen.

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Distanz: 30 km / Fahrzeit: ??? / Höhenmeter: 1’500 Hm

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14 Gedanken zu „Die Mondlandung auf der Ducanfurgga!

  1. Toller Beitrag Chregu, und sehr authentisch, Die tour ist einfach fantastisch, und wie du auch erwähntest, sehr anspruchsvoll aber trotzdem einfach ein muss.

  2. Wiederum ein ganz toller Bericht und ebensolche Fotos. Und hat der doch noch ein Schneidebrett im Rucksack! Das nenne ich aber mal stilvoll! Herzliche Grüsse.

    • Danke Heinz!
      Ja der Manuel ist stets für solche Überraschungen gut. Und da das nun in diesem Bericht erwähnt ist, muss er in Zukunft jedes Mal sein Schneidbrett mitführen, gell Mänu! 😉

  3. Eine der schönsten Touren, die ich mal gemacht habe, allerdings dann noch mit dem Sahnehäubchen Äbirügg und Zügenschlucht (wir haben und ja damals auf Äbirügg getroffen 😉 Danke für die schönen Erinnerungen.

    • Ja Pesche, da erinnere ich mich noch ganz gut daran. Hab Dich gar nicht erkannt, während Du mir schon von weitem gewunken hast :-).
      Liebe Grüsse Chregu

  4. die gourmetbiker wieder *g* deinen worten ist da nichts mehr hinzu zu fügen, die bilder der mondlandschaft dort oben sind immer wieder ein genuss, mit abstand die beste tour in der gegend 8)
    ich bin ja sonst nicht so ein touren-wiederholungstäter, aber diese werde auch ich sicher noch ein zweites mal unter die räder nehmen.

    • Tja Sven, das kulinarische darf nie zu kurz kommen. Und bei einer Dessertvariation konnte ich noch selten widerstehen! 🙂
      Ich bin ganz sicher nicht das letzte Mal auf der Ducanfurgga gewesen. Muss hart verdient sein ist aber jedes Mal ein intensives Erlebnis!

  5. Ohhh genial. Die Landschaft auf dem Ducan ist einfach ausserirdisch Hoffentlich sind die Trails immer noch gut im Schuss nachdem der Übergang im Hochglanzmagazin abgedruckt wurde. Übrigens war die RIDE Version 1:1 meine Tour im Blog #ROTSCHERbikeBLOG
    Weiter so Chregu!

    • Ich kann Dich beruhigen, die Trails waren bei unserer Befahrung in einem sehr guten Zustand. Vielleicht geht dort dann doch nicht jeder rauf, trotz Abdruck im Ride.
      Danke Dir Rotscher!

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