Transalp 2017, 3. Etappe: St. Anton am Arlberg – Bodenalpe

Aufgrund der Niederschläge der letzten Tage hat es weit runter geschneit. Der Schnee könnte somit auf der heutigen Etappe ein Thema werden, geht es doch bis auf knapp 2’300 Meter über Meer. Somit ist dies auch gleich die erste Etappe unserer Transalp, welche richtig in die Berge führt.

Bevor wir starten lassen wir uns zuerst vom ausgezeichneten Frühstück im Pepi’s Skihotel verwöhnen. Da wir die einzigen Gäste sind, wird das Buffet kurzerhand gleich am Tisch aufgestellt. Es hat genug für alle da. Zusätzlich wird uns noch ein Rührei an den Platz gebracht. Es fehlt an nichts und wir können uns gleich zum Tagesbeginn richtig satt essen.
Logisch, dass bei einem nächsten Aufenthalt in St. Anton am Arlberg nur das Pepi’s Skihotel in Frage kommt!

Als wir uns danach draussen bereit machen stösst noch Joki zu uns. Er hatte die ersten zwei Tage noch was anderes vor und macht jetzt vor dem Start zur 3. Etappe unsere Gruppe komplett. Herzlich willkommen Joki!
Nach dem gemeinsamen Foto starten wir.

Kurz nachdem wir St. Anton am Arlberg verlassen haben, sticht mir ein Bikespielplatz in die Augen. Es handelt sich hierbei um das EldoRADo Bike-Areal Verwall. Es hat einen Pumptrack, einen North-Shoretrail und einige Sprünge. Die Anlage macht einen sehr gepflegten und professionellen Eindruck. Um alles auszuprobieren fehlt aber ein bisschen die Zeit und so bleibt es bei einer kurzen Runde auf dem Pumptrack.

Danach fahren wir gemütlich ins Verwalltal hinein. Bis zum Verwallsee ist das Meiste flach.

Der See ist dann ein richtiges Bijou. Einfach schön hier!

Danach wirds etwas steiler und schon bald wechselt die Unterlage auf Schotter. Das Wetter ist gut heute und sollte halten bis ins Ziel.

Nach der Konstanzerhütte haben wir die Baumgrenze hinter uns und das wunderschöne Tal öffnet sich. Auch letztes Jahr staunten wir schon über die Schönheit dieses Tals.

Nicht nur wir Biker sind unterwegs sondern es hat auch allerlei verschiedene Tiere auf der Strecke. Dann und wann fahren wir Slalom um die Vierbeiner rum. Das Ganze natürlich immer mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Ab etwa 1’900 m wird die Umgebung allmählich weisser. Mit dem bewölkten Himmel sieht das unglaublich aus!!

Die Szenrie ist grossartig und wir sind begeistert! Ab der Schönverwallhütte beginnt ein flowiger Singletrail, der zwar etwas nass und matschig, aber schneefrei ist.

Dann kommt die bereits vom Vorjahr bekannte Bachüberquerung, bevor die Schiebepassage beginnt. Schon letztes Jahr hörten wir ein Gerücht, dass es etwas weiter oben eine Brücke gäbe. Gut möglich, dass wir diese damals sogar aus der Weite gesehen haben. Da es uns aber wichtig ist, so schnell wie möglich ans Ziel zu gelangen und wir keine unnötigen Sekunden verlieren wollen, kommt die Brücke nicht in Frage und wir durchqueren den Bach auf direktem Weg :-)!

Deshalb gönnen wir unseren Füssen wieder eine kurze (aber saukalte) Kneipptour und überqueren den Bach laufend.

Ob das Gerücht mit der Brücke wirklich wahr ist, wissen wir bis heute nicht genau. Doch Joki wehrte sich standhaft gegen die Barfussüberquerung („wo ist denn da bitte der Sinn dahinter?!?“) und kommt uns trockenen Fusses auf der anderen Seite wieder entgegen. Er meint, er habe die Brücke genommen – dann gibt es sie also doch! Egal, wir würden wieder kneippen gehen…;-)

Nun gut, ab sofort gilt es wieder Ernst. Die steile Schiebepassage zum Scheidsee rauf beginnt.

All zu lange währt diese aber nicht und schon bald können wir vereinzelte Abschnitte wieder fahren.

Die Umgebung mit dem Schnee und dem leicht bewölkten Himmel sieht einfach geil aus. Zudem ist der Trail schneefrei. So was sieht man nicht alle Tage!

Der Scheidsee bettet sich herrlich in die winterliche Landschaft ein. Wir können uns kaum satt sehen!

Den höchsten Punkt des Tages erreichen wir bei der Heilbronnerhütte auf 2’308 m. Dort gönnen wir uns einen leckeren Verwallburger zum Mittagessen.

Nach dem feinen Mahl muss Benno unbedingt wieder seine Füsse abkühlen. Es scheint, als hätte die Wirkung der Bachüberquerung bereits nach gelassen…

A propo winterliche Landschaft. Auch der Ausblick nach Süden lässt sich sehen. Genau da hin führt der weitere Verlauf unserer Route.

Leider kein Trail, dafür eine rassige Schotterstrasse. Geht ausnahmsweise auch mal.

So kommen wir dem Tal schnell näher und es wird grüner und grüner…

Ein paar Meter nach der Alpe Verbella biegen wir links ab. Der folgende Weg ist ein weiteres optisches Highlight des heutigen Tages. Auf die knackigen Gegenanstiege sind zwar nicht alle gleich scharf drauf, doch der fantastische Ausblick entschädigt für alles!

Kurz vor dem Zeinissee geht’s nur noch runter.

Danach rassig auf Schotter und Asphalt weiter talwärts.

Rasch sind wir dann im Paznauntal unten und fahren dem schönen Radweg entlang.

Kurz vor Ischgl beginnt der Schlussaufstieg zur Bodenalpe. Dort wollen wir auch dieses Jahr wieder übernachten. So stehen uns noch rund 450 Höhenmeter bevor.

Eine handvoll Höhenmeter später kann man für eine kurzen Moment nach Ischgl runter schauen. Danach geht es ins Fimbatal rein. Der Aufstieg geht relativ glatt von statten und wir erreichen um etwa fünf Uhr den Berggasthof Bodenalpe. Somit ist die 3. Etappe unserer Transalp im trockenen und wir beziehen unsere Zimmer.

Das Essen fällt dann wie letztes Jahr üppig und sehr lecker aus. Es gibt genug für alle. Leider können wir dann aber um 20:15 Uhr schon keinen Kaffee mehr bestellen, da die Maschine schon gereinigt ist. Zudem werden wir um etwa neun Uhr darauf hingewiesen, dass nun langsam aber sicher Feierabend sei. Die Dame des Hauses meint, sie müsse heute noch ins Tal runter… Es ist ja nicht so, dass wir bis tief in die Nacht hinein feiern wollten, aber gerne wären wir noch ein Stündchen sitzen geblieben.
Ein bisschen schade ist das, hinterlässt so der Besuch in der Bodenalpe doch einen etwas schalen Beigeschmack. Letztes Jahr wurden wir da besser bedient.

Trotzdem gehen wir zufrieden ins Bett. Der heutige Tag war toll. Morgen soll das Wetter dann wieder nicht so gut sein. Es könnte ein bisschen ungemütlich werden über den Fimbapass. Wir werden sehen…

Distanz: 47 km / Fahrzeit: 4 h 23 min / Höhenmeter: 1’700 Hm

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