Swiss Epic 2019 – eine der besten Wochen aller Zeiten! Teil 1

Lange lief nichts mehr auf meinem Blog, jetzt gibt’s wieder mal etwas zum lesen. Und zwar ganz einfach deswegen, weil ich erstens mal wieder Lust habe zu schreiben und zweitens die Geschichte über die Teilnahme am letztjährigen Swiss Epic einfach nicht fehlen darf auf meiner Page. Ist schon über ein Jahr her, doch die Erinnerungen sind immer noch sehr präsent.

Für alle, welche nicht wissen, um was es beim Swiss Epic geht:
Dies ist ein Mountainbike-Mehretappenrennen, das man zu zweit absolviert. Man geht zusammen an den Start und überquert zusammen die Ziellinie. Ins Leben gerufen wurde dieses im Herbst 2014 und findet seither jährlich statt. Die ersten fünf Ausgaben waren im Wallis, die 2019-er Edition zum ersten Mal im Bündnerland. Als Etappenorte fungierten Davos, St. Moritz und die Lenzerheide. Und genau bei diesem Rennen feierten wir unsere Swiss Epic-Premiere.

Wir, das sind mein Bikebuddy Benno, mit dem ich auch privat sehr gut befreundet bin, und ich. Immer mal wieder sprachen wir die vergangenen Jahre von diesem Event, dass das doch mal was wäre und dort könnten wir doch mal mitmachen, etc…

Im Dezember 2018 meldeten wir uns dann schliesslich für das Rennen 2019 an und somit gab es kein Zurück mehr! Unser Teamname war „Weinliebhaber“, da wir mit guten Freunden eine Hobby-Kochgruppe bilden. Wenn dann ein gemeinsames Treffen ansteht, darf ein guter Tropfen Wein nie fehlen.

Während den ersten warmen Tagen im März fuhren wir zwei gemeinsame Touren – so quasi als Kick-Off. Den Rest des Frühlings trainierten beide mehr oder weniger für sich alleine. Das war kein Problem, da wir schon so viele Touren zusammen machten und uns auch privat bestens kennen. Wir verstehen uns blind und jeder weiss, wie der Andere tickt. Ein grosser Vorteil für solch einen Teamwettkampf!

Im April 2019 wurden die detaillierten Strecken veröffentlicht und wir mussten beide erstmal leer schlucken!! Bereits die erste Etappe von Davos nach St. Moritz steht mit 90 km und 3’000 hm zu Buche… Nun gut, eigentlich wussten wir ja, was uns in dieser Woche erwarten wird, doch ein wenig geschockt waren wir trotzdem.
Da wir im Vorfeld ein paar Tage im Juli definierten um gemeinsam zu trainieren, planten wir, diese erste Etappe da mal nachzufahren. Gemäss Infos der Epic-Homepage haben wir beim Rennen da 11 Stunden Zeit, um diese Monsteretappe zu meistern. Zudem wird es die längste Etappe mit den meisten Höhenmetern sein. Wenn wir die schaffen, packen wir auch den Rest – so unsere Devise (und Hoffnung).

Bei nassen Verhältnissen starteten wir unsere Trainingstour. Die groben Eckpunkte der Route waren Davos – Rinerhorn – Epictrail – Filisur – Bergün – Albulapass – La Punt – Stazersee – St. Moritz. Wir waren von Beginn an zügig unterwegs, wurden aber vor allem in der Zügenschlucht immer mal wieder von umgestürzten Bäumen gestoppt.

Kurze Pause auf dem Rinerhorn

Ich wurde vor allem beim Aufstieg von Filisur nach Bergün gefordert. Und den (eigentlich kurzen) Schlussuphill zum Stazersee hätte ich am liebsten ausgelassen und in Celerina den Zug genommen. Nichts desto trotz hielten wir durch und kamen nach 10 Stunden und 20 Minuten knüppelfertig auf dem St. Moritzer Bahnhofplatz an. Für den morgigen Tag hätten wir eigentlich eine Tour über den Scalettapass geplant. Als wir aber am Ende unserer Kräfte in den Zug zurück nach Davos stiegen (damals noch Corona- und Maskenfrei), sprach vieles für einen Ruhetag morgen und so gut wie nichts für eine weitere Biketour…

Doch bereits im Verlaufe des Abends erholten wir uns sehr gut und der Scalettapass mit der Keschhütte am nächsten Tag ging erstaunlicherweise problemlos. Da waren wir uns ziemlich sicher, dass wir es packen werden im August!

Logiert haben wir während diesen Trainingstagen übrigens im HardRock Hotel in Davos. Absolut tolle Unterkunft und sehr empfehlenswert. Die Essen ist ausgezeichnet (probiert den Burger mit den Süsskartoffel Frits) und für das Frühstück empfiehlt es sich, genügend Zeit einzuplanen. Denn das Buffet ist sehr reichhaltig und lecker (es gibt Pancakes!!).

Nach diesen Tagen in Davos gab es noch eine gemeinsame Tour um den Pilatus und dann gings am 19. August endlich ab nach Davos. Die Vorfreude war riesig, wir waren aber auch etwas nervös. Packen wir diese fünf Etappen? Schaffen wir es vor dem Kontrollschluss ins Ziel zu kommen? Werden wir es auch ein bisschen geniessen können oder jeden Abend völlig fertig und erschöpft mit den Letzten ins Ziel kommen? Fragen über Fragen, welche im zweiten Teil des SwissEpic-Berichts geklärt werden.

Stay tuned…!

Weiter zu Teil 2

8 Gedanken zu „Swiss Epic 2019 – eine der besten Wochen aller Zeiten! Teil 1

  1. Ciao Chregu – endlich hören resp lesen wir wieder von dir. So schön – ich hoffe, deine Lust zum Schreiben bleibt dir erhalten – denn deine Berichte sind wirklich sehr unterhaltsam… *happy-Trails* Reto

  2. Ich schliese mich mit den vorangehenden Kommentaren an, es freut mich sehr von Dir zu hören ( ähh lesen )auch gespannt auf den 2. Teil.
    Liebe Grüsse shilaty

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