Dreitägige Biketour zur St. Petersinsel im Bielersee

Die St. Petersinsel im Bielersee – schon oft hab ich sie gesehen: Seitlich vom Ufer des Sees oder von oben herab schauend von einem schönen Aussichtspunkt. Doch noch nie war ich auf dieser Landzunge drauf. Zeit, dies zu ändern. Da ich gerade Ferien habe, versuche ich diese Lücke mit einer dreitägigen Biketour zu schliessen. Das Ziel ist es, von zu Hause aus zur St. Petersinsel zu fahren.

1. Etappe: Gunzwil – Balsthal

Der Rucksack ist gepackt und Rotkäppchen ist bereit. Auf zur ersten Etappe meiner Tour. Der Start wie oben erwähnt direkt vor meiner Wohnungstüre.

Ich radle durch bekanntes Gebiet der Mittelländer Hügelroute Nr. 84 und der Wiggertal – Glaubenberg Route Nr. 73 entlang. In Aarburg mache ich eine erste Pause.

Weiter fahre ich nun bis Aarwangen der Aare Route Nr. 8 entlang. Dieser Abschnitt führt durch Wälder, über Wiesen und natürlich der Aare entlang. Habe ich schon einige Male befahren, ist jedes Mal von Neuem wieder schön.

Schön, wie gemächlich die Aare fliesst. Die Sonne scheint, die Stimmung hier ist toll.
In Aarwangen biege ich rechts ab auf die Passwang-Oberaargau Route Nr. 71.

Rasch geht’s noch rauf bis ich die weite Fläche vor meinem Ziel passiere. Ich fahre durch Oensingen, die Klus und erreiche zu guter Letzt Balsthal, mein Etappenort von heute.

Ich bin im Hotel Balsthal einquartiert, mitten im Dorf. Ein wunderschönes Hotel mit sehr freundlichem Personal.

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2. Etappe: Balsthal – Biel:

Auch das Frühstück im Hotel Balsthal mag zu überzeugen. Ich bin bereit für den zweiten Tag. Heute wird’s deutlich anstrengender als gestern. Die Jurahöhen warten. Erfahrungsgemäss sind da gerne mal ein paar steile Rampen dabei. Wir werden sehen.

Kurz nach Balsthal geht’s schon bergauf. Ich fahre 600 Höhenmeter die Läberen rauf. Zuerst ordentlich steil auf Schotter, später dann etwas entspannter auf Teer. Ich hatte vor, beim Hällchöpfli den Grat zu überqueren. Doch dies ist Sperrgebiet der Armee. So wähle ich einen steilen und unfahrbaren Übergang, dessen Weg mich auf einer kurzen Abfahrt zur Hinteregg führt.
Ab hier bewege ich mich auf dem Jura Höhenweg. Ein stetiges Auf und Ab, tolle Weitblicke und eine faszinierende Landschaft. Wirklich schön hier.

Nach dem Weissenstein fahre ich auf der Bikeroute Chasseral-Weissenstein Nr. 44. Hier gibt es immer mal wieder ein paar schöne Trails.

Auch eine Hängebrücke gibt es zu bestaunen. Diese umgeht abgestürztes Gelände, kurz vor dem Balmberg.

Ich bike weiter durch die abwechslungsreiche Landschaft des Solothurner Juras.

Kurz vor dem Grenchenberg ist der Trail dermassen steil und beinahe unwegsam, dass ich sogar Mühe habe, schiebend vorwärts zu kommen. So bin ich froh, oben auf dem Plateau angekommen zu sein.

Man könnte noch ewigs auf dem Hügelzug weiterfahren, doch ich entscheide mich auf dem Grenchenberg den Exit zu nehmen und fahre ins Tal runter.

In Lengnau hole ich mir rasch was zu trinken und fahre danach auf dem Radweg Jurasüdfüss Route Nr. 50 bis nach Biel. Hier endet die 2. Etappe. Meine heutige Unterkunft ist das Hotel La Balance.
Hier wird selbstständig eingecheckt. Die Zugangscodes kriege ich per WhatsApp. Alles klappt perfekt. Da momentan umgebaut wird, darf Rotkäppchen im Frühstücksraum übernachten.

Es ist Sommer, es ist warm. Ich geniesse einen herrlichen Abend in Biel. In einem spanischen Restaurant esse ich eine grosse Salatbowle mit Shrimps und schaue dem emsigen Treiben auf dem Zentralplatz zu.

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3. Etappe: Rund um den Bielersee:

Das Frühstück geniesse ich in der Bäckerei Rüfi. Es gibt frische Brötchen, leckeres Rührei und tollen Cappuccino. Eine lohnenswerte Alternative zum Hotel, da die Küche dort wie oben erwähnt wegen Umbaus geschlossen ist.

Auch heute ist wieder schönes Wetter angesagt. Was habe ich doch für ein Glück. Bevor die heutige Tour richtig los geht, geniesse ich die Morgenstimmung am See.

Dann geht’s steil bergauf. Ich komme auf der ruppigen Schotterstrasse gut ins Schnaufen. Die Ausblicke auf den See entschädigen für die Mühen.

Kurz vor erreichen der Hochebene begrüsst mich ein feiner Trail.

Als nächstes radle ich entspannt über den Twannberg. Sehr schön hier.

Irgendwann geht’s wieder runter und ich komme im hübschen La Neuveville an. Der historische Dorfkern ist traumhaft schön. In einer Pizzeria esse ich zu Mittag.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis nach Erlach. Auch diese Ortschaft mag mit ihrer Schönheit zu überzeugen.

Doch nun zur Hauptdarstellerin dieser dreitägigen Tour: Gleich nach Erlach ist quasi der Eingang zu dieser knapp 5 km langgezogener Halbinsel – der St. Petersinsel.

Umgeben von Bäumen, hohen Sträuchern und Schilf radle ich schnurgerade aus. Wie ein Strich zieht sich der Weg über die Landzunge. Vom See sieht man aufgrund der üppigen Vegetation so gut wie nichts.

Gegen Ende ist die Insel etwas breiter. Dort befindet sich das Kloster, in dem man auch übernachten kann.

Ich fahre weiter, ganz um die Petersinsel rum.

Die Kursschiffe halten ebenfalls hier.

Was für ein Tag heute. Besser geht’s kaum.

Ich bin begeistert von der Schönheit und der Natur dieses Flecken Erde. Dieser Ausflug hat sich definitiv gelohnt.
Auf dem gleichen Weg fahre ich zurück nach Erlach. Dort entscheide ich mich, nach links zu halten und somit auf der Südseite des Sees wieder nach Biel zu fahren.

Auf halbem Weg komme ich am Kraftwerk Hagneck vorbei. Ich mag diese Mischung mit den Betonbauten und der idyllischen Flussmündung.

Im Verlaufe des Nachmittags erreiche ich Biel und steige am Bahnhof in den nächsten Zug nach Hause ein.

Eine wundervolle, dreitägige Biketour geht zu Ende. Endlich war ich mal auf der St. Petersinsel. Es war wunderschön und diese ganzen drei Tage haben sich absolut gelohnt. Einmal mehr bin ich einfach dankbar, dass ich von zu Hause aus losfahren und solche Abenteuer erleben kann.

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