Querbeet ins Welschland, 1. Etappe: Gunzwil – Lungern

Ich finde es jedes Mal ein tolles Gefühl, meine Wohnung zu verlassen und vor der Haustüre eine mehrtägige Tour zu starten. Jetzt ist es endlich wieder mal soweit.

Für diese Tour habe ich mir diverse Ortschaften, Gegenden und auch Trails ausgesucht, die ich schon lange mal besuchen wollte. Wie es der Titel schon verrät, geht es Richtung Westen. Da ich aufgrund einer Verletzung den Frühling durch nur bedingt trainieren konnte, weiss ich noch nicht genau, wie weit ich kommen werde und wie gut ich im Schuss bin. Deshalb werde ich – wie auch sonst eigentlich immer – die Unterkünfte spontan buchen. So bin ich flexibel und kann die Tour abkürzen – oder falls notwendig auch abbrechen.

Davon gehe ich jetzt aber mal nicht aus und starte frohen Mutes vor meiner Wohnung. Der Rucksack ist gepackt und Rotkäppchen ist bereit. Auf geht’s!

Der Wetterbericht hat um die Mittagszeit mögliche Gewitter angesagt. Der Blick vom Golfplatz Hildisrieden in meine geplante Fahrtrichtung sieht entsprechend spannend aus. Ob das Wetter heute hält? Die folgenden Tage soll dann aber der Sommer so richtig reinhauen mit Temperaturen jenseits der 30 Grad.

In Luzern ist vorerst wunderschönster Sonnenschein angesagt.

 

In Hergiswil gönne ich mir einen Burger direkt am See. Auch hier immer noch schönstes Wetter.

Weiter geht die Fahrt um den Lopper rum. Tatsächlich stellt sich mir bald eine dunkle Gewitterfront in den Weg. ich checke kurz den Radar und stelle fest, dass das Gewitter von rechts nach links an mir vorbei zieht. So stelle ich mich bei der nächst besten Gelegenheit unter und warte eine Viertelstunde.

Ohne nennenswert nass zu werden, kann ich bald wieder weiterradeln.

Der Wichelsee ist der nächste erwähnenswerte Spot. Wie immer ist der See mit der imposanten Felswand auf der Ostseite eine besondere Augenweide.

Die Strecke führt mich abwechslungsreich nach Sarnen.

Sarnen habe ich als möglichen Etappenort ins Auge gefasst. Da ich aber sehr gut voran kam und es noch zu früh wäre, den Tag schon zu beenden, buche ich mein Zimmer am Lungernsee. Dort rauf sollte ich es gut noch schaffen.

Auch der Weg dem Westufer des Sarnersees ist jedes mal ein Hingucker. Die Sonne hat mittlerweile wieder das Zepter übernommen. Die Bedingungen könnten kaum besser sein.

Nach Giswil folgt der Schlussaufstieg. Die Strasse ist geteert, doch durchwegs gut steil.

Ich fühle mich weiterhin gut, finde schnell einen angenehmen Rhythmus und kann auch die Aussicht geniessen. Auf dem nächsten Bild der Blick zurück auf den Sarnersee.

Gute zwanzig Minuten später bin ich oben. Als erstes öffnet sich mir ein wunderbarer Blick auf den kristallblauen Lungernsee. Ob man hier irgendwo baden kann/darf?

Im Hotel Kalserstuhl, eine Fahrminute nach Ende des Aufstiegs, beende ich den heutigen Tag auf dem Bike. Das Zimmer ist nicht gerade allzu gross, doch für eine Nacht reicht es vollkommen.
Und die Frage nach der Bademöglichkeit wird mir vom freundlichen Personal mit einem klaren „Ja“ beantwortet. Also dann, let’s go to the beach!

Ein toller Tag geht zu Ende. Heute war es mehr eine Velo- denn eine Biketour. Trails kamen keine vor. Doch dies ist aufgrund der zu Beginn angesprochenen erlittenen Verletzung bewusst so gewählt um einfach zu schauen, was der Körper so hergibt und wie ich mich fühle.
Auf jeden Fall lief es heute sehr gut und ich freue mich auf die morgige zweite Etappe.

Distanz: 63 km / Fahrzeit: 3 h 47 min / Höhenmeter: 580 hm

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2 Gedanken zu „Querbeet ins Welschland, 1. Etappe: Gunzwil – Lungern“

    1. Hoi Reto
      Danke für Deinen Kommentar. Ja das Restaurant in Hergiswil direkt am See gelegen, habe ich schon öfters besucht – dieses Jahr schon zum zweiten Mal. Immer lecker dort und freundliches Personal!

      Ich habe im Februar relativ heftig den Kopf angeschlagen während der Arbeit. Hatte danach mit Schwindelgefühlen zu kämpfen, machte auch ein MRI. Wahrscheinlich eine kleinere Hirnerschütterung davon getragen. Musste dann einfach schonen den Frühling durch und die Intensität auf ein Minimum beschränken.
      Glücklicherweise ist die Geschichte nun gegessen und ich kann wieder aus dem vollen schöpfen.
      Liebe Grüsse, Chregu

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