Querbeet ins Welschland, 4. Etappe: Fribourg – Greyerz

Den vierten Tag starte ich mit einem Frühstück im Garten des Hotels Domaine Notre-Dame de la Route. Die Sonne scheint, es ist bereits sehr warm und es duftet nach frischen Kräutern. So kann ein Tag beginnen!

Nach dem auschecken startet der Tag nun auch zweirädrig. Ich verlasse Villars-sur-Glâne und radle zum Start noch einmal quer durch die Altstadt von Fribourg.

Nach einem kurzen Anstieg auf der verkehrsreichen Hauptstrasse biege ich in Bourguillon rechts ab und befinde mich auf einer ruhigen Nebenstrasse.
Die Velolandrouten werden auch heute wieder meine roten Fäden sein. Zu Beginn fahre ich auf der Saanenland-Freiburgerland Route Nr. 59.

Abgelegen und ländlich führt mich die Route durch kleine, ruhige Ortschaften und hügeliges Gelände.

Nach jeder Kurve gibt es was neues zu entdecken. Ein weiteres Gebiet, dass ich bisher noch nicht kannte. Schön, mal hier zu sein.

Nach Treyvaux erblicke ich zum ersten Mal den Lac de la Gruyère – einer der Hauptdarsteller des heutigen Tages.

Der Radweg dem Ostufer entlang ist etwas gar strassenlastig. Dafür komme ich gut vorwärts und gönne mir in Broc eine Kaffee und Kuchenpause.
Von da aus kann ich schon mein heutiges Etappenziel erkennen.

Diese markante Erhebung ist das Städtchen Greyerz. Und genau da rauf will ich.

Der Schlussanstieg beinhaltet nur noch 60 Höhenmeter. Schnell bin ich also oben. Als ich ins Städtchen reinfahre muss ich mich erstmal zurecht finden. So viele Menschen hier – es ist ordentlich was los in Greyerz.
Wobei mich das eigentlich nicht überraschen sollte, ist der Ort doch klar touristisch ausgerichtet. Und auch ich bin ein weiterer Besucher hier. Daher wäre es falsch, mich ab dem Trubel hier zu nerven. Ich hege aber die Hoffnung, dass es gegen den Abend etwas ruhiger wird, wenn die Tagestouristen weg sind.

Ich verschiebe aufgrund möglichem Niederschlag den ersten Dorfrundgang auf später und checke erstmal ein. Mein Zimmer beziehe ich in den Gruyere Rooms.

Das Zimmer ist sehr schön eingerichtet. Der alte Holzboden, kombiniert mit dem schönen Bett und dem modern gestalteten Bad gefallen mir sehr gut.

Nach der Dusche darf ein Besuch im hoteleigenen Souvenirshop nicht fehlen. Kaufen tu ich aber nichts.

Die Sonne drückt wieder durch und mein Dorfrundgang kann beginnen.

Ich kann all die Touristen verstehen, denn es ist wirklich wunderschön hier. Das Städtchen ist autofrei und liegt malerisch auf einer Erhebung am Fuss der Freiburger Voralpen.

Das Schloss Greyerz wurde zwischen 1270 und 1282 im Stil savoyischer Befestigungen erbaut. Sie war einst Residenz der Grafen und später Verwaltungssitz. Ab 1938 wurde sie zum Museum umfunktioniert und zeigt heute eine facettenreiche Sammlung regionaler Geschichte und Kunst.

Unterhalb des Schlosses findet sich die Kirche Saint-Théodule – die Pfarrkirche von Gruyères.

Der Blick auf den Stadtrand von unten ist genau so sehenswert…

…wie die Aussicht nach Westen ins Freibuger Mittelland. Morgen wird’s für mich in diese Richtung gehen.

Ich bin begeistert von Greyerz – es ist wirklich wunderschön hier.

Dieser tolle Tag verdient ein ebenbürtiges Essen. Ein Rumpsteak Cafe de Paris, das ich in der heissen Pfanne selber fertig brate, einen Teller Frites und dazu einen Salat runden diesen Ausflug perfekt ab. Es ist alles sehr lecker.

Zum Dessert etwas Eis und ein Stück der hiesigen Merengues bilden den Schlusspunkt dieses feinen Mahls.

Ein kurzer Verdauungsspaziergang noch zum Abschluss und schon bald falle ich müde und glücklich ins Bett.

Gruyères war von Angang an eines meiner Highlights dieser Tour. Da wollte ich wirklich schon lange mal hin. Auch würde ich diesen Ort als mein Minimalziel bezeichnen. Bis hierhin sollte es mindestens gehen. Alles was nach diesen vier Tage noch kommt ist Zugabe.
Glücklicherweise fühle ich mich weiterhin gut und die Tour wird morgen weiter gehen. Es gibt noch einige weisse Flecken auf meiner Karte zu entdecken.

Distanz: 44 km / Fahrzeit: 2 h 59 min / Höhenmeter: 660 hm

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