Querbeet ins Welschland, 5. Etappe: Greyerz – Romont

Der fünfte Tag steht vor der Tür. Heute möchte ich das Freiburger Mittelland erkunden und dabei den höchsten Punkt dieses Gebiets erklimmen. Eine mir bisher völlig unbekannte Gegend. Auch in meinem geplanten Etappenort Romont war ich noch nie. Es gibt also auch heute wieder viel Neues zu entdecken.

Erst aber mal Frühstück. Dieses darf ich auf dem Balkon einnehmen. Die Morgensonne wärmt bereits sehr gut auf. Tolle Atmosphäre.

Dann startet die Tour. Ich fahre erst noch mitten in Bulle rein und schicke die Regen- und Windjacke nach Hause. Habe ich bisher nur mitgeschleppt und nie gebraucht. Die Wetterprognose sieht die nächsten Tage sehr sicher aus. Ich glaub, das kann ich riskieren.

Nach Bulle halte ich mich nordwärts und verlasse die Zivilisation. Das Freiburger Mittelland gefällt mir vom ersten Meter an.

Der folgende Anstieg zum Mont Gibloux fährt sich in zwei Teilen. Der erste führt auf Schotter und später auf breitem Trail bis auf eine Höhe von 1’072m rauf.

Ein Rastplatz kurz vor der Anhöhe nutze ich für eine erste längere Pause.

Nach einer kurzen Abfahrt erreiche ich den Camping La Forêt. Von der Landschaft bin ich weiterhin stark begeistert.

Jetzt geht’s richtig zur Sache. Mit Abschnitten von bis zu 18% steigt die schmale Strasse kontinuierlich bergauf.

Auf dem Bergrücken angekommen geht’s auf die letzten 100 Höhenmeter.

Die letzte Rampe ist so steil, dass ich Rotkäppchen ein Stück schieben muss.

Dann ist es geschafft. Ich bin oben auf dem Mont Gibloux auf 1’206 m. Dies ist wie eingangs erwähnt der höchste Punkt des Freiburger Mittellands.

Der Aussichtsturm ist öffentlich zugänglich, doch ich bin noch zu erschöpft vom erst geschafften Aufstieg und setze mich erstmal hin. Pause ist angesagt.

Etwas später entscheide ich mich doch noch, den Turm zu erklimmen. Wenn man schon mal da ist…
Und natürlich hat es sich gelohnt. Egal in welche Richtung ich schaue – die Aussicht ist atemberaubend!

Nachdem ich die unzähligen Treppen wieder runter gelaufen bin, schwinge ich mich aufs Bike. Ich bin sehr gespannt auf den Trail, den ich mir für die Abfahrt ausgesucht habe.
Was soll ich sagen? Das passt vom ersten Meter an. Jetzt wird das Ganze also doch noch eine Biketour.

Und die Wegweiser zeigen es auch an – hier sind die Biker willkommen.

Der letzte Abschnitt ist aber so steil, dass ich ein kurzes Stück schieben muss. Da würde ich einen anderen Trail wählen für ganz nach unten.

In Le Planches spuckt mich der Trail wieder raus. Ein durchaus gelungenes Vorhaben.

Jetzt halte ich mich wieder an den Velorouten bis ins Ziel. Die Gegend ist auch auf dieser Seite des Gipfels wunderschön.

Kurze Pause bei der schönen Kirche in Orsonnens. Die Hitze haut wieder gut rein, genug trinken ist auch heute wichtig.

Der letzte Teil des Tages führt mich auf der Route Nr. 62 Sense–Glâne–Veveyse. Malerisch radle ich durch ein einsames Seitental.

Nach einem kurzen Anstieg habe ich Anblick auf Romont, meinem heutigen Ziel.

Das Städtchen liegt auf einer Anhöhe. Ein letzter Aufstieg also noch und ich bin in Romont.
Hier ist wohl gerade Party angesagt. Die Altstadt ist voll mit Zelten, Foodständen und Bühnen. Mein Hotel liegt mitten im Kuchen – wie gut ich wohl schlafen werde?
Ich hatte heute Morgen noch telefonischen Kontakt mit dem Hotel St. Georges. Es sei Party heute und daher etwas laut. Ich hätte noch stornieren können, nahm das aber locker und bestätigte somit meine Buchung. Wenn ich mir aber anschaue, wie voll das hier ist, bin ich etwas skeptisch. Nun gut, ich bin hier und das wird schon irgendwie gehen.

Vor dem Abendessen, dass ich natürlich auf dem Festgelände einnehmen werde, spaziere ich auf der Stadtmauer entlang. Man hat eine tolle Aussicht über die umliegende Gegend.

Nach dem Abendessen relaxe ich noch etwas im Zimmer und versuche dann, einzuschlafen. Trotz geschlossenem Fenster ist der Lärm hoch. Da ich einen weichen Schlaf habe, könnte das spannend werden die Nacht.

So oder so, der Tag war herrlich. Das Freiburger Mittelland mit seiner Ruhe und der wundervollen Landschaft hat mir sehr gut gefallen. Morgen geht’s weiter Richtung Westen – hoffentlich mit ein paar Stunden Schlaf intus.

Distanz: 41 km / Fahrzeit: 2 h 59 min / Höhenmeter: 750 hm

Weiter zur 6. Etappe
Zurück zur 4. Etappe

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen