Von der Rhône zu den Giganten, 7. Etappe: Albertville – Annecy

Ich habe gut geschlafen und bin bereit für den siebten Tag. Der gestern eingesetzte Niederschlag hält noch etwas an. Deshalb nehme ich es gemütlich beim Frühstück und danach beim Bereitmachen für die Tour. Der Plan geht auf – kurz vor zehn Uhr kann ich losfahren, bei trockenen Bedingungen.

Der Tag geht gemütlich los. Erneut radle ich auf wunderschönsten Radwegen.

Ugine ist die erste grössere Ortschaft nach dem Start.

Noch etwas mehr als 35 Kilometer bis ins Ziel – auch heute geht’s eher gemächlich zur Sache.

Radwege können sie, die Franzosen!

Im schönen Faverges mache ich eine kurze Pause. Die Sonne hat sich inzwischen durchgesetzt.

Weiter geht’s Richtung Norden.

Um die Mittagszeit erreiche ich den malerischen Lac d’Annecy. Ein sehr schöner Radweg führt stets oberhalb des Sees entlang – perfekt gepflegt und angenehm zu fahren.

Genau auf diesem bin ich nun unterwegs. Eine äusserst gelungene Sache.

In Duingt führt der Veloweg beim Le Bon Wagon und dem dazugehörigen Café Cycliste vorbei. Ich halte kurz an und kann kaum glauben, was ich hier sehe. Das hier ist nicht einfach nur eine Raststätte, sondern ein Café-Rad-Konzept. Es kombiniert Fahrrad-Shop, Werkstatt, Fahrradverleih und ein Restaurant mit Terrasse.

Es ist Sonntag, die Sonne scheint – entsprechend ist die Hütte voll. Ich habe Hunger und kriege einen der wenigen freien Plätze. Die Salatbowl mit Lachs schmeckt vorzüglich.

Danach gönne ich mir noch einen Kaffee und verweile etwas an diesem besonderen Ort. Wer mit dem Velo dem Lac d’Annecy entlangfährt, sollte hier unbedingt einen Halt einplanen.

Weiter geht’s – natürlich auf dem Radweg.

Es ist einiges los hier am See.

Auch auf dem Radweg herrscht reger Verkehr.

Ich rolle langsam aber sicher dem Ziel entgegen.

Beim Hotel les Terrasses in Annecy endet die heutige Runde. Obwohl erst halb drei ist, kann ich mein Zimmer bereits beziehen. Das passt bestens, denn ich plane eine ausgiebigen Sightseeing-Runde durch die Stadt.

Rund ein Kilometer vom Hotel entfernt befindet sich die Altstadt von Annecy. Diese ist so schön, dass ich kaum weiss, wohin ich zuerst schauen soll.

Die farbigen Häuser, die engen Gassen, die einladenden Cafés und Restaurants, die Kanäle – das grenzt schon fast an Reizüberflutung.

Ich bin stark begeistert von dieser Stadt, ja schon fast geflasht. Natürlich ist bei solchen Hotspots immer viel los. Das ist auch heute der Fall.

Trotz der Menschenmassen gefällt es mir hier ausserordentlich gut. Teilweise fühle ich mich wie auf einem Filmset oder in einem Märchenland – irgendwo an einem völlig anderen Ort.

In Schlagdistanz zur Altstadt befindet sich die Promenade Jacquet, eine grosse Grünfläche mit offenem Blick auf den See.

An einem solch beliebten Ort findet man glücklicherweise den ganzen Tag was zu essen. So muss ich heute mal nicht bis 19.00 Uhr warten, sondern kann schon vor sechs Uhr mein Abendessen bestellen. Zuerst Lasagne, dann das nächste himmlische Dessert. Merci beaucoup!

Der nächste wundervolle Tag neigt sich dem Ende entgegen. So viel wieder gesehen und erlebt – jeder Tag war toll und lohnenswert. Ich bin sehr dankbar, dass bisher alles super geklappt hat.
Wie gestern liess ich es heute etwas ruhiger angehen. Das könnte sich morgen auf der Schlussetappe ändern…

Distanz: 50 km / Fahrzeit: 2 h 47 min / Höhenmeter: 250 hm

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