Zwei Tage auf dem Fatbike mit Lukas Stöckli

Endlich mal wieder mit Lukas Stöckli auf Tour – seit der USA-Reise gab es kein gemeinsames Abenteuer mehr. Jetzt habe ich mich für eine zweitägige Fatbiketour im Schnee angemeldet. Wobei, genauer erläutert handelt es sich dabei um den „Fatbike und Singletrail-Alarm“. Aufgrund eher mageren Schneeverhältnissen der letzten Jahre lässt es sich Luki jeweils offen, was genau an dem festgelegten Datum effektiv gemacht wird. Gut möglich, dass bei schneefreien und frühlingshaften Bedingungen eine „normale“ Biketour gemacht wird.

Deshalb war es so, dass wir erst ein paar Tage vor dem Trip erfuhren, was genau auf dem Programm stand. Luki entschied sich für eine Tour in der Region der Flumserberge und eine im Domleschg auf den winterlichen Trails des Glaspass. Die Übernachtung ist in Thusis geplant.

So treffen wir uns alle in Flums bei noch knackig frischen Temperaturen, aber bereits strahlendem Sonnenschein. Das untenstehende, gemietete, Fatbike wird die nächsten beiden Tage meines sein.

Nach der Begrüssung radeln wir erstmal rund 700 Höhenmeter die Strasse rauf. Schnee hat es hier unten weit und breit keinen und die Strasse ist trocken. Ich komme gut voran und kann mit der Gruppe mithalten. Wir sind zu siebt und unter anderem ist auch Stefan am Start, der schon mit mir in den USA dabei war. Ich war im Vorfeld etwas unsicher bezüglich meines Formstands, da ich die Tage vor dem Trip etwas am kränkeln war. Bisher fühle ich mich aber sehr gut.

Die letzten 300 Höhenmeter wird der Schnee unser Begleiter sein. Wir lassen etwas Luftdruck von unseren Pneus ab und wagen uns an die ersten Meter auf dem weissen Untergrund.

Da der Weg sehr steil und schmal ist, ist an Fahren so gut wie nicht zu denken. Ich muss den Anstieg komplett hochschieben. Meine Pulswerte sind jenseits von Gut und Böse und erschöpft komme ich mit den anderen oben an.
Die letzten Meter zum Restaurant Schönhalden sind dann sehr schön zu fahren.

Die Aussicht ist fantastisch und wir geniessen ein feines Mittagessen im Restaurant.

Ich entscheide mich dann, die Zusatzschlaufe auszulassen. Während die anderen sich auf den Weg machen, fahre ich erst alleine ein kurzes Stück des Schneeschuhtrails.

Dieser ist traumhaft angelegt. Ich bin zwar stets etwas am zirkeln, aber es macht Spass.

Die Aussicht bleibt genial.

Bei dieser Scheune kehre ich wieder um und bin rund 20 Minuten nach dem Start wieder zurück in der Gaststätte.

Während ich mich im Restaurant etwas ausruhe, geniessen meine Bikegschpändli eine tolle Runde über den Hintersääs. Hier ein paar Impressionen davon.

Mit Bestimmtheit hätte dies auch mir gefallen, doch ich spüre die Müdigkeit gut während meiner Pause. Beinahe verfalle ich in ein Nickerchen während ich im Restaurant auf meine Kollegen warte. So war die Entscheidung sicher gut, diese Pause einzulegen.

Die Abfahrt nach Flums runter macht dann grossen Spass. Wir fahren über verschneite Pfade und weiter unten dann auf einem tollen Trail, der bereits schneefrei ist. Bilder gibt es davon keine, da wir es einfach laufen liessen. Glücklich kommen wir wieder in Flums an und verladen unsere Drahtesel in die Autos.

Eine vierzigminütige Fahrt später kommen wir in Thusis an. Wir checken im sehr schönen Hotel Weiss Kreuz ein und geniessen am Abend ein feines Essen. Ich gönne mir ein leckeres Cordonbleu.
Die Gruppe ist toll, so wie jedes Mal bei Luki-Touren. Alles Gleichgesinnte und ein bisschen verrückte Biker – das funktioniert immer. Die Gespräche sind interessant, das Ambiente im Restaurant sehr schön und das Essen vorzüglich. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon bald fallen wir ins Land der Fatbiketräume. Gute Nacht.

Nach einer erholsamen Nacht machen wir uns nach dem Frühstück bereit für den zweiten Tag. Für heute hat Luki eine Tour über die Schneeschuhtrails am Glaspass geplant. Den Glaspass habe ich einige Male schon auf der Karte angeschaut für eine Tour im Sommer, doch noch nie habe ich dort hin geschafft. Toll, dass ich diese Lücke heute schliessen kann.

Die Strecke startet erneut mit einem Strassenuphill. Schon zu Beginn gilt es einige steile Rampen zu bezwingen. Ich komme schon gut ins Schnaufen, halte mich aber wacker. Die schmucke Ortschaft Urmein lädt für eine kurze Fotopause ein.

Nachdem wir uns bis Obertschappina rund 800 Höhenmeter rauf geschraubt haben, heisst es Luftdruck ablassen – die Schneeschuhtrails beginnen.

Eine herrlich gelegene Bank lädt schon bald zu einer kurzen Pause ein.

Hier zeigt sich sogar die Sonne und verwandelt die Gegend in eine traumhaft schöne Winterlandschaft.

Obwohl, Schnee hat’s jetzt nicht gerade in Hülle und Fülle, aber es ist trotzdem unglaublich schön.

 

Erst fahren wir noch die angedrückte Strasse rauf…

…als später dann die Snowtrails beginnen. Deren Zustand ist perfekt: Kompakt, nicht tief oder pulvrig. Lässt sich perfekt fahren, auch bergauf.

Wir befinden uns in unmittelbarer Nähe des Skigebiets am Heinzerberg.

Unsere Route verläuft auf perfekt präparierten Trails. Stefan, mein Bikekollege von der USA-Reise geniesst die einmalige Szenerie.

Unser Guide Luki erfreut sich ebenfalls über die tollen Verhältnissen. Es ist der perfekte Spielplatz für unsere Fatbikes!

Traumhaft schön hier oben. Die Mühen des Anstiegs sind vergessen, jetzt einfach nur geniessen.

   

Der Glaspass ist in Blickweite.

Nach diesen wundervollen weissen Trails, gönnen wir uns ein leckeres Mittagessen im Restaurant auf der Passhöhe.

Die nachmittägliche Abfahrt setzt diesem Traumtag die Krone auf. Zuerst rauschen wir auf toll verschneiten Trails talwärts. Irgendwann verabschiedet sich der Schnee und wir surfen über ein paar tolle Pfade, die man eigentlich mit den „normalen Bikes“ befährt, diese aber auch mit den Fatbikes funktionieren.

Glücklich und etwas müde kommen wir alle heil wieder in Thusis an. Zwei wunderbare Tage sind zu Ende und es heisst Abschied nehmen.

Danke Luki einmal mehr für die tadellose Organisation dieses Trips. Es hat grossen Spass gemacht und die Gruppe war toll. Die nächsten Abenteuer werden folgen.

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