Meine Sommerferien stehen an. Schon seit Tagen werfe ich regelmässig einen Blick auf den Wetterbericht und für meine Idee, mal wieder in die Berge biken zu gehen, sieht es super aus. In den Tälern hat die Hitzewelle weiterhin das Zepter inne, doch in der Höhe sind die Temperaturen ganz gut erträglich. Deshalb habe ich mich zum Start für vier Tage in Andermatt einquartiert.
Da ich ein bisschen mit den geplanten Touren spielen und maximal flexibel sein möchte, habe ich neben dem MTB auch das Gravelbike mit dabei. Und mit diesem geht’s gleich mal zur ersten Runde.
Ich habe mich für die Bikeroute Nr. 411 Lutersee Bike entschieden. Der Start ist in Andermatt und führt die ersten rund 400 Höhenmeter auf der Oberalppaßstrasse bis zum Nätschen.
Es ist schon immer wieder beeindruckend zu sehen, wie gut das Gravelbike auch bergauf auf geteerter Strasse rollt. Ich komme relativ entspannt beim ersten Zwischenziel an.
Im Winter dürfte hier mächtig was los sein, heute treffe ich nur vereinzelt andere Personen an.
Nach dem Verlassen der Hauptstrasse wird’s steiler und der Untergrund wechselt auf Gravel.
Die Aussicht auf Andermatt und das Ursnertal ist phantastisch – und dann noch bei diesem Wetter.
Die Strasse bleibt steil. Ich schalte auf die kleinsten Gänge und komme langsam ins Schnaufen.
Weit ist es aber nicht mehr. Im Hintergrund sind schon die Winderäder des Windpark Gütsch zu sehen.
Blick Richtung Oberalppass.
Nach knapp anderthalb Stunden komme ich auf dem Stöckli an. Ich lege eine kurze Pause ein.
In einem steten Auf und Ab führt die Route weiter ostwärts.
Es geht mitten durchs Skigebiet, das Andermatt mit dem Skigebiet Sedrun-Oberalp verbindet.
Die Strasse ist super schön angelegt, doch mit dem Gravelbike komme ich einige Male an die Grenzen. Der Untergrund ist etwas gar ruppig – die feine Klinge der Fahrtechnik ist gefragt.
Der Lutersee bildet den nächsten Fixpunkt der Tour. Dieser ist wunderschön gelegen mitten in einer faszinierenden Bergwelt.
Nur ein paar Meter weiter ist der Weg durch ein Schneefeld blockiert. Ich hab keine Lust auf Experimente und kehre hier um. Zudem führt die Strecke eh nur noch bis zum Schneehüenderstock. Dort ist die Strasse zu Ende und es geht sowieso wieder den gleichen Weg zurück. Also reicht mir das bis hierhin.
Also wieder die gleiche Route zurück, vorbei am Lutersee…
…unter den Liftanlagen durch…
…vorbei an schmucken Enzianen…
…bis zur Bergstation Gütsch. Hier mache ich eine letzte Pause vor der Abfahrt.
Dann geht’s runter – auch hier wieder die gleiche Strasse, die ich vorhin noch hochgestrampelt bin. Da die Strecke gut steil und etwas ruppig ist, bin ich mir inzwischen nicht mehr sicher, ob es nicht doch sinnvoller gewesen wäre, mit dem Fully diese Tour zu machen. Wahrscheinlich hätten beide Räder auf dieser Tour ihre Vor- und Nachteile gehabt.
Auf jeden Fall komme gut unten beim Nätschen an und rolle danach entspannt die Paßstrasse runter bis ich wieder in Andermatt ankomme.
Da ich in Andermatt keine (für mich als Einzelperson) zahlbare Unterkunft gefunden habe, habe ich mir ein Apartment gebucht. Das ist zwar auch nicht ganz günstig, liegt aber gerade noch so in meinem Budget.
Das Frühstück bereite ich mir selber zu (Kochfeld ist vorhanden), auch gibt es keine Rezeption. Doch bei Fragen kann ich mich jederzeit per Mail oder Telefon melden und auch der Self-Check-in-Prozess funktioniert einwandfrei.
Die Wohnung ist wunderschön und ich fühle mich von der ersten Sekunde an pudelwohl hier.
Für mich als Liebhaber der asiatischen Küche ist es zudem ein Glücksfall, dass sich im gleichen Gebäude das Restaurant Krone befindet. Hier geniesse ich ein vorzügliches indisches Butter Chicken Masala. Von der Geschmacksvielfalt her hatte ich schon länger keinen so aufregenden Teller mehr vor mir.
Das war ein gelungener Start in meine Sommerferien. Eine tolle Tour in einer wundervollen Umgebung, das Wetter war perfekt und zum Abschluss ein leckeres Essen. Morgen folgt die nächste Runde.
Distanz: 26 km / Fahrzeit: 2 h 17 min / Höhenmeter: 900 hm






























