Ursner Höhenweg – Ein Trailgenuss über dem Urserntal

Eine der Touren in der Region um Andermatt, die ich dick auf meiner Liste eingetragen habe, ist der Ursner Höhenweg. Dieser ist seit ein paar Jahren als offizielle Biketour ausgeschildert. Es handelt sich dabei um die Furka Bike Nr. 409.
Die Sonne scheint auch am vierten Tag meines Bikeurlaubs und ich fühle mich weiterhin gut. Einem nächsten Abenteuer auf den Trails steht nichts im Wege.

Der erste Teil der Strecke ist genau gleich wie gestern. Zuerst fahre ich den Bikeweg abseits der Strasse durchs Tal bis Realp.

Dann radle ich die Furkapassstrasse hoch – diesmal aber nur bis Tiefenbach.

Dort zweigt die Bikeroute rechts ab. Es steigt weiterhin an, nur jetzt ohne den Verkehr von der Passstrasse.

Kurz vor dem höchsten Punkt befindet sich ein Parkplatz. Von hier hat man unter anderem die Möglichkeit, zur Albert Heim Hütte aufzusteigen.

Für mich natürlich keine Option, da ich zweirädrig unterwegs bin. 200 Höhenmeter nach Tiefenbach erreiche ich den höchsten Punkt des heutigen Tages.

Die Aussicht ist genial und der Verlauf der Strasse spektakulär.

Eine längere Pause an diesem tollen Ort muss dann sein. Hier lässt es sich aushalten.

Der nächste Abschnitt beinhaltet eine holprige Abfahrt auf einer steilen Strasse.

Bei der Lochbergegg beginnt der Trail, der mich eine zeitlang beschäftigen wird. Zu Beginn geht es gleich mal steil bergauf. Ein kurzes Stück am Anfang muss ich schieben.

Dann bleibts steil, aber der Weg ist fahrbar.

Trotz den ersten Anstrengungen bin ich begeistert. Ein traumhaft angelegter Trail zieht sich vor mir hin.
Nach dem steilen Einstieg verläuft der Weg in einem steten auf und ab der Flanke entlang.

Der Trail fährt sich herrlich, fordert mich aber ständig. Ich bin stets am Arbeiten. Hier mal eine enge Kurve, da ein gröberer Stein, rasch ums nächste Eck zirkeln und schon kommt die nächste kurze steile Rampe, die es zu drücken gilt.

Die Pulswerte sind hoch, doch auch der Spassfaktor siedelt sich oben in der Skala an. Das ist pures Biken!

Bei einer einsamen Scheune halte ich die nächste Pause. Mal kurz runterkommen, etwas essen und das Panorama geniessen.

Die Fortsetzung des Trails ist bereits sichtbar. Sieht gut aus.

Der Lutersee ist das nächste optische Highlight. Und um eine Verwechslung auszuschliessen – dieser See heisst gleich wie derjenige im Oberalpgebiet, den ich vor vier Tagen besucht habe, ist aber deutlich kleiner als sein Namensvetter.

Gleich danach beginnt die Abfahrt ins Tal.

Was soll ich sagen… auch hier wurde ganze Arbeit geleistet. Der Trail ist perfekt gebaut und bietet jede Menge Fahrspass. Für mich die perfekte Mischung zwischen Geniessen und gefordert werden – auch hier hat es steile Abschnitte drin und die Serpentinen sind teils etwas gar knackig.

Ein toller Trail, auf dem ich ganz nebenbei das Versetzen des Hinterrads etwas üben kann.

Das Ende naht…

…und schon bald bin ich wieder unten. Der Trail verläuft nahezu bis zum Talgrund und lässt so gut wie keinen Tiefenmeter aus. Was war das für ein Ritt.

Ich bin begeistert. Der Ursner Höhenweg hat meine hohen Erwartungen voll erfüllt und richtig viel Spass gemacht. Eine Tour, die sich auf jeden Fall wiederholen lassen kann.
Den Abend lasse ich bei einem feinem Cordon bleu ausklingen und geniesse ein letztes Mal die entspannte Atmosphäre in Andermatt.

Die Biketage im Ursnertal sind vorbei, doch meine Ferien noch nicht. Morgen ist Transfer- und Ruhetag angesagt. Danach geht es an einem neuen Ort auf die Trails.

Distanz: 36 km / Fahrzeit: 3 h 13 min / Höhenmeter: 1’100 hm

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