Der Bikelehrpfad in Gränichen!

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Am 12. Mai 2009 wurde in Gränichen im Kanton Aargau ein Bike-Lehrpfad eröffnet. Dies ist eine Art Vita-Parcour für Biker auf welchem man die Möglichkeiten hat, bei diversen Posten die Geschicklichkeit, Balance und die allgemeine Fahrtechnik auf dem Bike zu verbessern. Auch in Emmetten gibt es einen solchen Bike-Übungsspielplatz. Dort heisst er Natural Bikepark.
Wieso ich mir erst siebeneinhalb Jahre nach Eröffnung diesen Lehrpfad anschauen gehe, kann ich mir selbst nicht erklären. Schliesslich ist Gränichen in gut zwei Stunden von meinem Zuhause per Bike bestens zu erreichen. Irgendwie hat es sich bis dato einfach noch nicht ergeben. Doch gestern habe ich diese Scharte endlich ausgewetzt. Hier der Bericht dazu!

Und weil eben der Anfahrtsweg wie oben erwähnt nicht allzu lang ist, fahre ich von meinem Wohnort Hildisrieden los mit Ziel Gränichen. Natürlich nicht der Strasse entlang, sondern soviel wie möglich abseits vom Verkehr.

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Das geht ganz gut. Ich genieße einen milden Novembertag im hügeligen Grenzgebiet der Kantone Luzern und Aargau.

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Nachdem ich das Michelsamt hinter mir habe fahre ich alles auf dem Bergrücken entlang, welcher sich zwischen dem Ruder- und dem Wynatal erhebt. Die Gegend ist einfach wunderschön hier – und das quasi alles vor der Haustüre!

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Beim Rütihof, welcher sich bereits oberhalb Gränichen befindet, gibt es einen Seilpark. Auch das wusste ich nicht. Und der ist gar nicht mal so klein. Da kann man sich gut und gerne eine Zeit lang verweilen. Aber nicht heute, denn der Park ist bereits im Winterschlaf und somit geschlossen. Aber da muss ich auch mal hin, soviel ist klar. Vielleicht dann ja auch mit dem Bike und dem Klettersteigset im Rucksack? Wieso nicht…

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Vom Seilpark zum Bikepark ist es dann nur noch ein Katzensprung und schon stehe ich beim Eingang einer der vielen Lines. Ich biege gleich auf die Erste ein und werde mit der Übung Nr. 4 „Enge Serpentinen“ konfrontiert.

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Das geht dann schon ganz gut und ich kann die Kurven fahren, ohne abzusteigen. Die folgenden, so genannten „Tessiner Stufen“ lasse ich aufgrund Nässe und Laub sausen und wähle da die hindernisfreie Umfahrung.

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Spannend wird es dann beim Bikelimbo. Da muss man unter der Stange durchfahren und kann die Höhe der Stange jederzeit verstellen. Eine sehr witzige Idee!

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Gegen Ende wird es etwas flowig und schon stehe ich unten beim eigentlichen Start des Bikelehrpfads. Dort hat es auch eine Infotafel.

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So schmiede ich meine weiteren Pläne und befahre so viele Trails wie nur möglich. Insgesamt mache ich fünf Abfahrten was natürlich auch immer heißt, dass ich fünf mal zum Start der jeweiligen Line rauf kurbeln darf. Dies sind dann zwar nur jeweils 30 – 40 Höhenmeter, diese sind aber doch ordentlich steil.

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Wie auf den Fotos ersichtlich ist der ganze Park mehr oder weniger komplett mit Laub übersät. Das macht die Sache teilweise ein wenig tricky.

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Am meisten Freude bereitete mir die Wippe. Da habe ich es doch tatsächlich geschafft mit dem „3 Bilder – 10 Sekunden-Selbstauslöser“ diese Fotoreihe zu schießen. Brauchte zunächst etwas Übung und auch Überwindung doch wenn man den Dreh mal raus hat, macht es mächtig Spass!

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Als fünfte und letzte Abfahrt wählte ich eine der schwarzen Lines aus. Da ist gleich zu Beginn der Posten 21 „Wurzeln überfahren“. Da ich Wurzeln auf dem Bike sehr mag war diese Übung natürlich ein Muss für mich.

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Doch diese Dinger hier waren mir dann doch zu heftig, zumal sie noch in einer Kurve zu bewältigen sind. Ist übrigens deutlich steiler als es auf dem Bild den Anschein macht.

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Aber der Rest geht bestens und schwupps bin ich schon wieder unten bei der Infotafel. Dort hat es auch eine Kasse, bei welcher man den Betrieb und Unterhalt des Bikelehrpfads unterstützen kann. Natürlich mache ich das auch und werfe ein paar Fränkli ins Kässali.

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Danach verabschiede ich mich wieder und trete den Heimweg an. Dieser führt mich das Wynatal rauf wieder zurück ins Michelsamt.

Mein Fazit? Der Bikelehrpfad in Gränichen ist ein äußerst abwechslungsreicher Bike Vitaparcours. Hier kann man auf spielerische Art und Weise seine Fahrtechnik verbessern und jeder Posten hat seine eigene Infotafel. Es freut mich immer sehr, wenn ich sehe, dass solche Projekte realisiert werden. Speziell dass dies im Kanton Aargau geschehen ist, wo ich verhältnismäßig viele Bikeverbote antreffe, zeugt von Willenskraft und Freude zum Bikesport.
Daher ein großes Kompliment an den RC Gränichen für die Arbeit und Erstellung des Bikelehrpfads. Leider hatte es bei meinem Besuch viel Laub auf den Trails. So werde ich nochmals vorbei kommen „müssen“. Beim zweiten Mal dann am besten im Frühling oder Sommer. Dann werden auch die Tessinerstufen fällig sein..:-)

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