Exklusives Biken auf der Rigi!

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Roli, ein früherer Arbeitskollege von mir, wohnt in Küssnacht am Rigi. Er ist ebenfalls ein angefressener Biker und schon lange redete er von einer Tour auf der Rigi, welche wir mal zusammen machen müssen. Dieses Jahr an Fronleichnam war es endlich soweit. Roli rief zur „Rigi-Exklusivtour“ auf und wir folgten ihm.

Zu fünft treffen wir uns am Bahnhof Küssnacht am Rigi. Ebenfalls mit dabei sind Silvan, Phippu und Marc. Da wir keine Lust auf die Hauptstrasse haben steigen wir bis nach Arth-Goldau für ein paar Minuten in den Zug. Nach einem Kaffee am Bahnhof startet die Tour.

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Der Aufstieg ist mir und auch allen anderen Teilnehmern bestens bekannt. Es geht von der Bernerhöchi rauf zum Klösterli.

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Dort gehen wir aber nicht den gewohnten Weg zum Kulm rauf sondern biegen links ab in Richtung Rigi First.

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Das Wetter heute könnte schöner nicht sein. Zudem ist es sehr heiss. Er herrschen Temperaturen um die 30 Grad. Ich mag die Hitze, daher sind dies meine Bedingungen.

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Nach einem kurzen Abschnitt auf dem Trasse der ehemaligen Rigi-Scheidegg-Bahn kommen wir durstig und mit leeren Mägen im Restaurant Understette an. Die Lage dieses Gasthofes (in dem man auch übernachten kann) könnte frecher kaum sein. Man befindet sich hier auf einer Terasse mit einer unglaublichen Aussicht auf den Vierwaldstättersee. Zudem ist auch die Küche und der Service von hoher Qualität. Für die Wahl dieses exklusiven Restaurants gratulieren wir Roli ein erstes Mal.

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Nach der Mittagspause fahren wir auf dem alten Bahntrasse weiter. Die Rigi-Scheidegg-Bahn wurde in zwei Etappen in den Jahren 1874 und 1875 eröffnet. Da im Jahr 1871 die Vitznau-Rigi-Bahn eröffnet wurde, konnte man von nun an vom Kaltbad zur Scheidegg fahren. Leider rentierte die Bahn nie im gewünschten Mass, ging im Jahr 1878 einmal Konkurs und wurde 1931 definitiv aufgegeben und man verkaufte das Rollmaterial. 1942 wurden schliesslich die Schienen abgebaut.
Das Trasse ist zum Glück erhalten geblieben und wird heute von Wanderern wie Bikern gleichermassen geschätzt. In Winter ist hier auch langlaufen möglich.

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Etwas unterhalb der Rigi Scheidegg beginnt der erste Trail des heutigen Tages. Wir fahren von Burggeist zum Gätterli runter.

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Sofort sind wir alle fünf im Trailfieber. Hier geht schon mächtig die Post ab. Oben noch etwas einfacher zum fahren, hat es kurz vor dem Gätterli für mich ein paar kurze unfahrbare Stellen dabei.

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Regelmässig begeistert uns Marc mit seinen Tricks. Unglaublich was der Junge drauf hat, obwohl er noch keine zwanzig ist.

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Nach dem Gätterli folgt ein schneller Trail bis nach Gschwänd. Dort besteigen wir zufrieden die Luftseilbahn nach Burggeist rauf.
Das war definitiv ein Start nach Mass, die nächsten exklusiven Trails können kommen!

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Oben in Burggeist angekommen, geht’s zackig zur Scheidegg rauf und der nächste Trail steht an. Eher breit und nur kurz aber trotzdem ganz schön.

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Bei Hinder Dosse schlägt uns Roli zwei Möglichkeiten vor. Entweder auf dem alten Bahntrasse bis First, was der gleiche Weg wäre wie vorher, einfach in die andere Richtung. Oder „hinten durch“ über die Rotbalmegg mit Trails, aber auch giftigen Gegenanstiegen. Logisch sind wir einstimmig für die zweite Variante :-).

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Der erste Teil ist genial, schön flowig und mit toller Sicht auf den Vierwaldstättersee.

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Auch Phippu staunt über das herrliche Panorama.

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Danach folgen sie, die giftigen Gegenanstiege. Die sind dermassen giftig, dass mir bei einem solchen die rechte Linse raus fliegt. Ich kann sie Gott sei Dank irgendwie mit den Augendeckeln einklemmen, bevor sie auf den Boden gefallen wäre. Und zum Glück bringe ich sie nach ein paar Minuten wieder rein – die exklusive Rigibiketour kann weiter gehen!

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Etwas oberhalb Understette (dort wir das Mittagessen zu uns nahmen), gibt’s eine kurze Abfahrt zur Brücke von Understette. Ich fahre etwas voraus, um anschliessend meine Freunde zu fotografieren. Dabei gelingt mir folgende Bildstrecke:

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Auf das erste Bild bin ich fast ein bisschen stolz. Das nennt man dann wohl „Driften Level 2.0“. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Phippu für das unfreiwillige Modelstehen 😉

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Den Rest dieses Mini-Downhills haben dann alle heil überstanden.

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Wieder dem alten Bahntrasse entlang rollen wir gemütlich zum Kaltbad rüber.

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Nach dem Kaltbad sind wir schnell auf dem Cänzeli. Dies ist ein weiterer toller Aussichtspunkt.

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Es ist schon nach fünf Uhr, wir essen was und geniessen die Ruhe hier oben.

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Danach machen wir uns bereit für die finale Abahrt nach Küssnacht runter. Der erste Teil vom Chänzeli hat für mich gerade den richtigen Schwierigkeitsgrad. Zwei, drei grenzwertige Passagen, welche gerade so gehen und immer mal wieder flowige Abschnitte. Wie die anderen vier bin auch ich restlos begeistert.

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Auf den Fotos sind aber nur die einfacheren Stellen ersichtlich. Bei den schwierigeren konzentrierten wir uns auf das fahrerische und nicht aufs Fotografieren.

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Bei der Räbalp ist dieser Sahnetrail zu Ende und wir fahren via Altruedisegg zur Seebodenalp. Dort folgt der letzte Trail des Tages, welcher uns definitiv ins Tal runter bringt. Auch hier nochmals Flow mit technischen Abschnitten durchmischt. Ebenfalls ganz toll!

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Dann ist Schluss. Etwas nach sechs Uhr kommen wir leicht gerädert in Küssnacht an. Nach einem Drink trennen sich unsere Wege wieder. So danke ich Roli recht herzlich für das guiden dieser genialen Rigitour. Es war wirklich exklusiv!!! Auch ein Dankeschön an Phippu, Silvan und Marc. War supercool den Tag mit Euch zu verbringen. Sehr gerne wieder mal!

Distanz: 38 km / Fahrzeit: 4 h 4 min / Höhenmeter: 1’350 Hm

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14 Gedanken zu „Exklusives Biken auf der Rigi!

  1. Ich bin früher auch mit Linsen gefahren. Das Problem dass man hat, dass der Staub und der Fahrtwind dem Auge zusetzten kann, dass die Linsen sich verschieben können. Seit 10 Jahren fahre ich nun mit einer korrigierten Sonennbrille. Auch im Winter beim Boarden geht das gut.
    Gruss und weiter so mit deinen schönen Bloggeinträgen.
    Etienne

    • Hi Etienne,

      Ich hatte bisher noch keine Probleme mit meinen Tageslinsen. Dieser Vorfall auf dieser Tour war eine Ausnahme. Bin grundätzlich sehr zufrieden mit den Linsen.

      Und vielen Dank für Dein Kompliment zu meinem Blog. Gruss aus der Zentralschweiz!

  2. Super Wetter habt Ihr da gehabt….und dazu noch frei am FL…..was kann da beim BikePlausch 2.0 noch schiefgehen?
    Danke für den interessanten Post und die schönen Bilder 😉

  3. diese tour scheint um einiges toller zu sein als die standard-rigi-tour, welche ich letztes jahr gefahren bin. merci für den tracks 🙂
    auch interessant ist der geschichtliche hintergrund der rigi-bahn.

  4. Super Bericht Chregu, super neue Variante am RIGI, muss ich unbedingt mal Nachfahren. Biketransport mit der Bahn kein Problem? Aber als Variante möchte ich den Polenweg von der Seebodenalp nach Arth wählen. Wäre Sinnvoll, wenn wir in Arth starten. Weisst Du, ist dieser Trail wieder offen? Letztes Jahr war er wegen Hangrutsch gesperrt . Danke für die GPS Daten. Gruss Hans

    • Hallo Hans,

      Danke für Dein Feedback, ja diese Variante ist wirklich super. Der Bahntransport nach Burggeist rauf ist kein Problem. Die Bahn ist für den Biketransport eigens ausgerüstet. Soviel ich aber weiss, ist dies die einzige Bahn im ganzen Rigimassiv, welche Bikes befördert.
      Ob der Polenweg wieder offen hat, weiss ich nicht. Mal sehen, vielleicht kann uns da Roli weiterhelfen. Wäre aber sicher auch eine sehr schöne Variante, eine Tour auf der Rigi ausklingen zu lassen.

  5. Tour am letzten Sonntag gefahren. Geniale Tour. Vor allem die Abfahrt vom Känzeli zur Seebodenalp verlangt einem alles ab. Trail von Burggeist bis Gätterli auch cool, aber am Schluss noch ein paar knifflige Stellen. „Gätterli Trail“ wäre der ideale Name dafür, weil es unzähhlige „Gätterli“ zu überwinden gibt. Das ist aber auch das Einzige, was ich auszusetzen hätte. Der Polenweg von der Seebodenalp ist einfach genial zu rocken. Unser Adrenalin schoss wieder gewaltig in die Höhe. Danke Chregu für diesen super Trail Tipp.

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