Exklusive Biketour – diesmal im Kanton Zug!

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Nach der exklusiven Rigi-Biketour von vor zwei Monaten kam ich erneut in den Genuss einer Runde, welche von einem Local geguidet wurde. Simon bereitete eine Tour im Kanton Zug vor, welche man so wohl nicht alle Tage führt. Verschiedene Facetten dieses Kantons würde man auf dieser Tour kennen lernen, meinte er. Einen Abschnitt war er extra dafür rekognoszieren gegangen. So war ich natürlich sehr gespannt und freute mich auf viel neues!

Punkt 10.00 Uhr treffe ich Benno, Martin und eben Simon in Baar. Dort starten wir unsere Tour. Schnell verlassen wir die Wohnquartiere von Baar und dem Lissibach entlang geht es ein erstes Mal steil bergauf. Nach einem kurzen Abschnitt auf der Hauptstrasse erreichen wir den Kreisel von Sihlbrugg. Unmittelbar danach folgt schon der erste Trail der Sihl entlang.

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Flow dominiert, nur vereinzelt müssen wir für ein paar Meter wegen unüberwindbaren Absätzen absteigen.

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Licht sollen wir mitnehmen, schrieb Simon im Infomail. Die Tour führe durch einen engen Tunnel. Wer Platzangst hat ist fehl am Platz. Zudem können die Bikes schmutzig werden.
Das tönt nach viel Abenteuer und ich war natürlich sehr gespannt. Das Licht kam logischerweise im Rucksack mit und wurde kurz vor dem ersten dieser Tunnels der Sihl entlang montiert.

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Licht an und rein ins Loch. Der Beginn ist sehr sumpfig, sofort sind die Räder umrahmt von nassem Lehm. Sind die ersten paar Meter überstanden, fährt sich das Ding ganz gut. Und der Abenteuereffekt kommt definitiv nicht zu kurz, denn der Tunnel hat eine Länge, welche ein durchfahren ohne Licht unmöglich macht.

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Die Tunnels wurden 1898 für die Wasserversorgung der Stadt Zürich erbaut. Gut 15 Prozent des Stadtzürcher Wassers stammen aus etlichen Quellen hier im Sihltal. Die Tunnels wurden als Baustellen-Zugang erstellt. Die Wasser-Rohre selber liegen teilweise unter dem Wanderweg und die alten Tunnels sind für Fussgänger nutzbar gemacht worden (Quelle).

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Hier noch das Bike von Benno nach dem Ausflug in die Dunkelheit.

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Fährt man nicht alle Tage solche Sachen. Weiter geht es rauf zur Sennweid und wieder runter zur Sihl.

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Dort nutzen einige den Fluss für einen groben Wäscheservice.

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Weiter geht es auf einem schönen Trail, stets flussauwärts.

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Kleinere und am Ende ein noch etwas längerer Tunnel durchfahren wir auf dem weiteren Tourenverlauf.

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Bis wir auf einmal mitten auf einer grünen Wiese sind. Von der einten Sekunde auf die anderen sind die Felswände und engen Passagen verschwunden. Als hätte jemand auf der TV-Fernbedienung den Kanal gewechselt.

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Die Sihlmatt mit dem dazugehörendem Restaurant könnte idyllischer nicht liegen. Da kann man gar nicht vorbei fahren und auch wir legen eine Kaffeepause ein. Licht brauchen wir ab sofort keines mehr, so verstauen wir dieses in unsere Rucksäcke.

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Nach dem Break fahren wir in einem steten auf und ab durch Zuger Landschaften. Die vielen einzelnen Hügel seien typisch für diese Gegend, meint Simon.

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Vor Finstersee fahren wir am malerischen Wilersee vorbei.

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Dann geht’s zum ersten Mal heute länger bergauf. Das nächste Ziel ist der Gottschalkenberg.

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Da unser Guide Simon ein schönes Beizli kennt, welches auf der Abfahrt folgen wird, kehren wir auf dem „Gottschälli“ nicht ein und fahren weiter. Ein knackiger, aber kurzer Aufstieg zur Muetegg lässt den Puls nochmals in die Höhe treiben.

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Danach folgt trailtechnisch das Highlight des Tages. Dieser führt auf dem Grat bis zur Mangelhöhe runter. Sofort verfallen wir dem Trailrausch!

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Eher breit, immer mal wieder Wurzeln, grössere Steinplatten aber nie zu steil. So muss ein Flowtrail sein!

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Wir sind alle begeistert und gehen es nun der Strasse südlich um die Bruusthöchi etwas gemütlicher an. Nördlich gäbe es einen weiteren Trail, aber so gelangen wir nicht zum vorher erwähnten Beizli.

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Denn Simon hat da einen richtigen Geheimtipp auf Lager. Obwohl ich mir gar nicht sicher bin, ob die Grümelhütte das noch ist.

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Denn obwohl nur ein Wiesentrail dorthin führt, steht tatsächlich ein Bikeständer vor der Hütte. Das gibt natürlich sofort Pluspunkte. Wir genehmigen uns zwei Portionen Highlandbeef Trockenfleisch mit Käse und sind auch von der Kulinarik hier total begeistert. Grümelhütte – sehr gerne wieder einmal!

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Nach einer kurzen Trailfortsetzung gelangen wir zum Hof Hintertann. Schnell erreichen wir danach auf Strasse Hinterwiden. Hier kenne er nur die Strasse runter nach Unterägeri, sagt Simon. Ich interveniere, auf meinem Garmin sei ein Wanderweg ersichtlich den Wilerberg runter ins Dorf. Problemlos kann ich unseren Tourenführer überreden, diesen auszuprobieren :-).

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Obwohl ich auch keine Ahnung habe was da nun kommt, kann dieses Experiment als Erfolg gewertet werden. Zuerst geht es auf einer breiten, aber ruppigen Schotterstrassen bergab. Sogar zwei Steilwandkurven hat diese inne. Danach weiter auf flowigem Trail bis zu den ersten Häusern Oberägeris und zu guter Letzt ein Treppenungeheuer bis ins Dorf runter. Saubere Sache!

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In Unterägeri verabschieden sich Simon und Martin. Sie treten den Rückweg nach Baar an. Ich aber bin noch bei Benno und seiner Freundin auf dem Campingplatz in Unterägeri eingeladen. Was für ein Glück denn nach einem Bad im See gibt es noch ein feines Barbeque. Ich fühle mich wie in den Ferien – was will man mehr?
Etwas später fahre ich dann ebenfalls noch nach Baar runter. Der Radweg durch das Lorzentobel ist sehr gut markiert und schön angelegt. Technisch aber nichts besonderes und so lasse ich die Kamera auf diesem Schlussabschnitt im Rucksack. Zudem will ich trocken ankommen, was mir auch gelingt. Glücklich und zufrieden fahre ich mit dem Auto wieder nach Hause. Toll, solche Leute in seinem Umfeld zu haben!

Ein grosses Dankeschön an Simon für das vorbereiten und guiden dieser tolle Zugertour. Viel neues habe ich gesehen und entdeckt auf dieser tollen Runde. Für mich ist es immer was exklusives, wenn man einem Local hinterher fahren darf. Danke sehr!!
Auch ein herzliches Dankeschön an Jessy und Benno für die Einladung auf dem Camping.
Wie ging doch schon mal dieses Lied?: „So ein Tag, so wunderschön wie heute…“

Distanz: 40 km / Fahrzeit: 3 h 5 min / Höhenmeter: 1’000 Hm

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4 Gedanken zu „Exklusive Biketour – diesmal im Kanton Zug!

  1. Lässige Tour, gelungene Fotos danke fürs mitnehmen. Momentan habe ich viel Zeit durch einen Schlüsselbeinbruch in den „Blog’s“ zu stöbern. Mea culpa hatte einen Viehdraht zu spät gesehen, vollbremsung Bike & shilaty überflogen diesen mit angehender Bruchlandung, zur Hohn war dieser immer noch gespannt !! Zur Rache baue ich mir ein Neues Bike auf ein SALSA Bucksaw Fully mit Kuroshiro Carbon Laufradsatz 1600 gr.ca. mit anderen Leichtbau Komponenten wie Raceface & XX1 von Sram, Hope Bremsen, Gewicht ohne Pedale 12.5 kg am Schluss werde ich knapp über 13 kg kommen.
    ps. meiner Frau gab ich vor mit den grossen Schlappen unmöglich schnell zu fahren…..Für Dich & deine Kumpels weiterhin gute heile Bikerabenteuer gruss shilaty

  2. Coole, abwechslungsreiche Tour, muss ich unbedingt Mal nachfahren. Wollte schon immer eine Tour in dieser Gegend machen. Dein ausführlicher Bericht hat mich gluschtig gemacht. Danke für den gpx Track. Gruss Hans

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