Lago Maggiore Umrundung, 1. Etappe: Locarno – Maccagno

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Die letzte Aprilwoche dieses Jahres hatte ich Ferien. Für mich war im Vorfeld klar, dass ich während dieser Woche gerne eine mehrtägige Biketour machen wollte. Unter anderem (und eigentlich auch am konkretesten) war auch eine Umrundung des Lago Maggiore im Spiel. Schlussendlich wollte es Petrus nicht anders, und so zog es mich in den sonnigen Süden anstatt in der kalten und winterlichen Deutschschweiz zu verbleiben. Hier der Bericht der ersten von fünf Etappen der Lago Maggiore Umrundung!

Das Wetter zu Hause soll die nächsten Tage nicht gerade anmachen zum biken. Es soll sogar einen Wintereinbruch geben. Im Süden der Schweiz sieht das aber ein bisschen anders aus. Das Wetter sollte mehr oder weniger stabil sein und meistens wird die Sonne scheinen. So ist meine Vorfreude und Motivation natürlich dementsprechend groß für meinen nächsten Cross. Geplant ist eine fünftägige Umrundung des Lago Maggiore. Mit dabei mein Bike und mein Transalp-Rucksack. Unterwegs bin ich für einmal wieder alleine. Auf geht’s!

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Im Verlaufe des Vormittags treffe ich in Locarno ein. Es ist nicht ganz so warm wie es auf den Bildern den Anschein macht aber mit ca. 12°C kann ich ganz gut leben. Auf dem Rad- und Fussweg radle ich zum einwärmen zuerst nach Tenero und danach geht es weiter durch die Natur bis nach Vira.

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Dort zweigt die Strasse zur Alpe di Neggia ab und so beginnt hier der erste Aufstieg meiner Tour. Wie ihr jetzt schon erahnt, habe ich nicht die direkte Route dem Seeufer gewählt, sondern möchte ein bisschen in die Wildnis raus und in die umliegenden Berge. Ansonsten bräuchte ich ja kaum fünf Tage für die Umrundung… Zudem gefällt mir die Art und Weise der Landschaft hier unten sehr gut und wenn man schon fünf Tage Zeit hat, gilt es diese entsprechend zu nutzen.

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Die Strasse steigt gleich ordentlich steil an. Denn dieser Aufstieg gehört zu den schwierigsten, geteerten Uphills der Schweiz.

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Nach und nach lasse ich die Häuser hinter mir und es wird ruhiger und ruhiger. Nur die Strasse bleibt steil.

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Ich fühle mich ganz gut und erreiche dreieinhalb Stunden nach dem Start in Locarno die Passhöhe der Alpe di Neggia. Obwohl es ganz ordentlich ging bin ich doch froh, hier oben zu sein.

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Es windet stark, dementsprechend ist es frisch und bis auf ein paar Touristen ist nicht viel los hier oben. Auch erschließt es sich mir aus der Distanz nicht, ob das Restaurant offen hat oder nicht. So versuche ich es erst gar nicht und breche nach einer kurzen Pause zur Abfahrt auf.

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Da muss ich jetzt einige Höhenmeter auf Aspahlt vernichten. Bis Graglio fahre ich auf der Strasse. Kurz vorher hätte ich noch die Möglichkeit gehabt über den Passo Forcora zum Lago Delio zu gelangen. Doch weil sich die Unterkunft auf mein Mail von vor zwei Tagen nicht meldete und die Zeit etwas fortgeschritten ist, buche ich mir ein Zimmer in Maccagno unten und lasse diese Zusatzschlaufe bleiben. So wird der morgige Tag etwas kürzer, was auch nicht verkehrt ist…:-)

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Witzig ist der Grenzübergang im Valle Veddasca. Plötzlich bin ich in Italien. Dies aufgrund der Tafel, welche die Höchstgeschwindigkeiten anzeigt. Etwas später kommt dann tatsächlich noch ein Zoll. Ausser zwei Schneefräsen und viel Laub findet sich dort (im Moment?) aber nichts.

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So erreiche ich nach der Landesgrenze die oben angesprochene Ortschaft Graglio. Hier zweige ich auf den ersten Trail der Lago Maggiore Umrundung ein.

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Es handelt sich hierbei um den Sentiero 121.

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Der ist wirklich toll. Meistens flowig, zwischendurch leicht knifflig und somit ganz schön zu fahren. Cool!

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Bei Veddo endet dieser tolle Trail und ich erblicke meinen heutigen Etappenort. Tolle Aussicht hier oben auf Maccagno.

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Im Albergo Paradiso habe ich mir auf der „Booking.com“ App für 50 Euro ein Zimmer gebucht. Wie meistens in dieser Preisklasse sind die Zimmer eher klein. Für eine Nacht nur mit Rucksack reicht es aber locker. Die Bedienung und das Frühstück passen ebenfalls und ich fühle mich sehr wohl hier.

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Ich habe von meinem Zimmer aus sogar Seeblick. Was will man mehr? Zudem hat es im Hotelgarten einen Pool. Ende April ist dieser aber noch nicht in Betrieb.

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Maccagno hat einen sehr schönen Seeuferweg, welcher unter anderem am Camping und am Badestrand vorbei führt.

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Nach einer vorzüglichen Pizza im Restaurant La Gabella (in der unmittelbaren Nähe des Hotels) schlafe ich rasch ein. Die erste Etappe der Lago Maggiore Umrundung ist somit vorbei. Viel neues gesehen, tolles Wetter und eine schöne Unterkunft. Alles passte heute. Morgen geht es weiter, ich bin schon sehr gespannt.

Weiter zur 2. Etappe

Distanz: 46 km / Fahrzeit: 4 h 22 min / Höhenmeter: 1’400 Hm

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6 Gedanken zu „Lago Maggiore Umrundung, 1. Etappe: Locarno – Maccagno

  1. Chregu wieder ein toller Bericht mit wunderbaren Bildern, die richtig Lust aufs Biken machen. Ich freue mich schon auf die nächsten Etappenberichte. Weiterhin viel Spass wünscht dir Kurt

  2. Sali Chregu,
    wunderschöne Fotos:):):) wie immer – den Kommentar werde ich etwas später lesen…..
    Liebe Grüsse us de Huebe

    • Hey Mami, Du entwickelst Dich ja zu einer regelmäßigen Kommentatorin auf meinem Blog. Da freue ich mich natürlich besonders, wenn von Dir ein Kompliment kommt :-)!

  3. Super Bericht, es ist sicher spannend, auf diese Art eine komplett neue Gegend kennen zu lernen. Ist der uphill zur Alp Neggia wirklich so krass? Habe ich auch noch auf meiner „To do“ Liste, aber mit dem Downhill über den Monte Gambarogno.

    • Hallo Hans. Das hat schon was, eine Gegend auf diese Art und Weise zu entdecken. Rucksack an und ab aufs Bike – ich liebe das! Hat für mich einen Touch Freiheit…!

      Ja die Alpe Neggia ist schon nicht ohne – lass Dich überraschen! Trails hat es da genug in der Umgebung. Mir passte im Zuge meines Crosses da einfach nichts ins Konzept, aber ich war bestimmt nicht das letzte Mal dort oben!

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