Genialer Trailtag in St. Moritz!

Das Weekend über den diesjährigen 1. August bietet sich perfekt an, um drei Tage mit ein paar Freunden biken zu gehen. Wir entscheiden uns für drei Tage im Bündnerland mit dem Auftakt in St. Moritz.

Wir reisen bereits am Samstagabend an. So haben wir zwei Übernachtungen in St. Moritz und kommen so in den Genuss des Gratis-Bergbahntickets. Denn dieses soll am ersten Tag ausgiebig genutzt werden.

In St. Moritz angekommen haben wir noch die paar Minuten zu fahren, bis wir bei der Jugendherberge sind. Wir, das sind Benno, Silvan, Simon, Manuel und ich. Zwei von unserer Gruppe haben noch Lust auf einen Schlummerbecher im Restaurant Sonne, den sie auf den letzten Drücker gerade noch so kriegen.

Am nächsten Morgen gehen wir auf das erste Bähnli, das zur Corviglia rauffährt. So können wir den Tag voll auskosten. Diese Entscheidung war goldrichtig, denn wir sind kurz vor neun fast die einzigen, die mit den Bikes rauf wollen. Das wird dann bei der zweiten Fahrt nach oben anders sein…

Oben auf der Corviglia sind noch die letzten Nebelfetzen vorhanden, während wir uns bereit machen für die erste Abfahrt des Tages.

Den Olympiaflowtrail wollen wir als Auftakt runter fahren. Na dann, auf geht’s!

„Ein Trail am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen“. Treffender als hier passt dieses Sprichwort kaum.

Einfach super angelegt dieser Olympiaflowtrail. Wir rauschen ins Tal und geniessen jeden Meter.

Sprunge und viele tolle Kurven laden zum biken ein. Sehr schön!

Unten in Chanterella, bei der Mittelstation der Corvigliabahn, ist der Trail zu Ende und wir sind uns einig: Das war schon mal ein sehr guter Auftakt zu diesen drei Tagen!

Wie oben schon erwähnt sind wir jetzt nicht mehr die einzigen, die auf den Berg wollen. Platz hat’s aber immer noch genug, auch für die Wanderer. Hier kommen alle miteinander klar. Elegant gelöst ist übrigens auch die Passage beim Drehkreuz, wo Bike und Biker gleichzeitig und nebeneinander passieren können!

Schnell sind wir wieder oben und steuern als nächstes den WM-Flowtrail an. Nach ein paar Metern auf Schotter geht’s los!

Zuerst noch flach und geschmeidig…

…wirds schnell steiler.

Auch dieser Trail ist Flowgenuss pur! Erneut sind wir hell begeistert.

Bei Randolins ist der WM-Flowtrail zu Ende. Fazit nach den ersten beiden Abfahrten? St. Moritz leistet!!
Gemütlich cruisen wir zur Alp Suvretta. Dort beginnt schon bald der nächste Trail.

Dieser ist eigentlich nur eine Umfahrung der Schotterstrasse, aber trotzdem sehr schön! Etwas weiter unten beginnt dann mit dem Foppettastrail der dritte Flowtrail des Tages

Auch hier herrscht wieder Friede, Freude, Flowkuchen :-), obwohl es auf dem Fopettas doch ein paar knackigere Stellen mehr hat als noch beim WM- und Olympiatrail. Trotzdem ist der Flow allgegenwärtig und auch dieses Ding hier macht uns großen Spass!

Es ist jetzt erst etwa zehn Uhr, doch wir gehen bereits das dritte Mal mit der Bahn hoch. Tja, der frühe Vogel fängt den Trailwurm! Dementsprechend ist jetzt bei der Talstation der Corvigliabahn Hochbetrieb. Viele Biker wollen auf den Berg und die Standseilbahn ist rappelvoll. Da wir schon zwei Abfahrten in den Beinen haben, nehmen wir die ganze Sache entsprechend locker.

Deshalb entscheiden wir uns gleich mal für eine erste Kaffeepause bei der Quattrobar, gleich neben der Bergstation.

Dann besteigen wir die erneut sehr gut gefüllte Bahn zum Piz Nair. Ich war schon einige Male auf den Corvigliatrails, doch das letzte Mal ist ein paar Jahre her. So hatte ich bisher noch nie die Möglichkeit, per Bahn auf den Piz Nair zu gelangen, da die Bergbahnen St. Moritz diese erst seit 2013 für den Biketransport freigegeben haben.

Die Aussicht oben ist umwerfend. Da darf ein Poserfoto von Manuel mit dem Bündner Steinbock natürlich nicht fehlen.

Als nächstes möchten wir den Übergang bei der Trais Fluors machen um so für die Mittagspause nach Marguns zu gelangen. Zu Beginn geht’s schottrig auf der Nordseite des Piz Nairs bergab.

Bevor der Trail zum Lej Alv beginnt darf Silvan noch seinen (ersten) platten Schlauch auswechseln.

Dann sind wir wieder alle ready und es geht teils flowig, teils knifflig zum See runter. Ein richtig geiler Trail!

Auch hier wieder grosses Bikekino im Engadin. Die Freude ist allgegenwärtig!

Nach dem Lej Alv schieben wir ein Stück bis zur Chamanna Saluver. Von dort weg mehren sich die fahrbaren Stellen wieder etwas.

Der Übergang ist schon in Sichtweite.

Bald sind wir alle auf der Trais Fluors angekommen. Das nächste Poserfoto gibt’s mit Silvan und der schweizer Fahne.

Für ein kleines Nickerchen hat die Zeit noch immer gereicht!

Dann beginnt die Abfahrt nach Marguns. Nach einem kurzen Gegenanstieg haben wir schon bald das Gefühl auf dem Mond angekommen zu sein. Die Gegend ist richtig spacig…

Wir flippen fast aus. Sowas haben wir noch selten bis nie gesehen!

Unglaublich toll diese Szenerie! Wir alle mögen solch karge Landschaften.

Etwas oberhalb Marguns wirds für einen kurzen Moment etwas verblockt, bevor uns der Flow wieder inne hat.

Spätestens jetzt knurrt auch der letzte Magen. Zeit für eine leckere Rösti in Marguns um die Speicher wieder zu füllen.

Als Schlussbouquet haben wir uns die Abfahrt vom Suvrettapass durchs Val Bever aufgespart. Für mich ist das immer ein toller Abschluss, da es quasi die Talabfahrt nach ganz unten ist. Danach kann man einen gelungenen Biketag bestens beenden.

Zuerst gibt es noch ein wenig Arbeit. Die steilen 200 Höhenmeter zur Corvigliabergstation müssen zuerst überwunden werden. Danach shutteln wir ein weiteres Mal zum Piz Nair hinauf. Dort wählen wir logischerweise die Abfahrt zum Suvrettapass runter.

Und auch hier wird’s wieder spacig und wir haben erneut das Gefühl, auf dem Mond angekommen zu sein. Saumäßig cool diese Gegend hier!

Etwas oberhalb des Lej Suvretta kommen wir auf die klassische Route und der Suvrettapass ist nicht mehr weit.

Danach folgt das äußerst schöne Val Bever. Der Trail schlängelt sich sanft das Tal herab und verliert nur geringfügig an Höhe. Ein Biketraum sondergleichen!

Wir surfen, wir geniessen, wir grinsen,…

Nur der letzte Abschnitt ist etwas steiler, bevor wir auf die Strasse gelangen.

Obwohl kein Trail geniessen wir auch diesen Teil des Val Bever. Denn die Landschaft hier oben ist einfach wunderschön.

Unterwegs geht Silvan betreff Platten mit 2:0 gegenüber dem Rest der Gruppe in Führung ;-).

Schnell ist auch dieser Defekt behoben und schon bald erreichen wir die Beverlodge. Dort lassen wir diesen genialen Trailtag bei Bier und Mojitos ausklingen. Und die Mojitos dort sind wirklich sehr sehr lecker!

Da es uns in der Beverlodge so gut gefiel, kamen wir etwas später als geplant zurück nach St. Moritz und wurden auf dem Weg vom Bahnhof zur Jugi prompt noch verregnet. Egal, der guten Stimmung in unserer Gruppe tat dies keinen Abbruch – erst recht nicht nach einem solch tollen Tag. So geniessen wir ein feines Abendessen im Restaurant Laudinella und sind schon bald im Bett. Morgen geht’s dann in einer anstrengenden Tour wieder auf den Mond. Wir freuen uns schon!

4 Gedanken zu „Genialer Trailtag in St. Moritz!

  1. Wie immer, Chregu, ein anregender und inspierierender Blog mit tollen Fotos. Neben mir liegt der gepackte Rucksack – mach mich grad auf zur Seebodenalp und dem Polenweg. Ist auch auf deinem Mist gewachsen – freu mich – muss los. Danke und beste Grüsse.

    • Vielen Dank Heinz! Die Gegend ist aber auch toll. Da gibt es schon fast automatisch tolle Fotos…:-)
      Wie wars auf dem Polenweg? Darüber folgt im übrigen schon bald wieder ein Bericht!
      Liebe Grüsse, Chregu

      • Es war einfach grossartig auf dem Polenweg. Genau das Richtige für mich – angstfrei zu fahren und doch klottert es ein bisschen. Hast vielleicht auch erkannt, dass ich mir auf die alten Tage doch noch ein neues Bike angeschafft habe. Fährt sich traumhaft.
        Beste Grüsse Heinz

        • Das mit dem neuen Bike habe ich mitbekommen. So wie es scheint, hast Du ordentlich Spass damit. Dieser Polenweg ist wirklich sehr schön und ich habe immer wieder grossen Spass bei dessen Befahrung!

          Weiterhin schöne und erlebnisreiche Ausfahrten wünsche ich Dir!

          Liebe Grüsse
          Chregu

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