Transalp 2017, 8. Etappe: Dimaro – Storo

Langsam aber sicher kommt das Ende nahe. Je nach dem wie weit wir heute kommen, ist der Alpencross morgen bereits vorbei. Unglaublich, wie viel wir schon erlebt und gesehen haben die letzten Tage. Auch heute wird es sicher wieder einiges zu entdecken geben.

Nach dem Frühstück im Hotel Gran Vacanze in Dimaro beginnt das siebte Teilstück gleich mit dem längsten Aufstieg des Tages. 850 Höhenmeter stellen sich uns in den Weg. Also los!
Der Aufstieg verläuft abwechslungsreich ausschliesslich im Wald. Zwischendurch gibt es ein paar kurze flache Stücke und in der Mitte wird aus der Strasse ein sehr schöner Trail einer Felswand entlang.

Am Nachmittag soll die Sonne scheinen, so meint es der Wetterbericht. Momentan ist der Himmel aber noch wolkenverhangen. Das ist eigentlich ganz angenehm während des Aufstiegs. Doch oben in Madonna di Campiglio ist es sehr kühl und so verkriechen wir uns gleich mal in die Bar der Talstation der Grostebahn.

Ein paar Paninis und Kaffees später machen wir uns an die lange Abfahrt ran, welche uns ins Val Rendena bringen wird.

Nach der Durchfahrt durchs Dorf und einer kurzen Schotterstrasse folgt ein ultimativ geiler Trail.

Flowige Abschnitte gepaart mit Wurzeln und Absätzen – und zwar genau so, dass wir es fahren können. Besser kann ein Waldtrail kaum sein. Wir sind extrem begeistert!

Auch Silvan teilt uns seine Freude an diesem fabelhaften Weg teil!

Auch Joki, der in seiner Freizeit mehrheitlich auf dem Rennrad anzutreffen ist, hat Freude am Trail!

Unten auf dem Talboden angekommen geht’s auf dem Radweg der Sarca entlang weiter. Je länger wir uns während dieser Transalp in Italien aufhalten, umso mehr bekommen wir das Gefühl, dass jedes Tal seinen eigenen Radweg hat. Tolle Sache!

Vor Spiazzo treffen wir auf den Rosco-Pumptrack. Logisch, dass wir da gleich eine Runde drauf drehen müssen – oder auch zwei, oder auch drei…:-)

Der Radweg bleibt vielfältig und führt auch mal über den Fluss. Bald schon sind wir in Tione di Trento.

Dort gibt es eine der leckersten Pizzas des ganzen Trips!

Nach der leckeren Stärkung folgt der wohl hässlichste Teil des ganzen Alpencross. Auf einer verkehrsreichen Hauptstrasse ohne Radweg quälen wir uns nach Breguzzo hoch. Getreu dem Motto: „Augen zu und durch“

Danach wird’s dem Lago di Roncone entlang zum Glück wieder gemütlicher.

Weiter geht’s, immer dem Radweg entlang. Da wir nun in einem neuen Tal sind, heisst der dazugehörige Fluss zuerst Torrente Adana. Dieser mündet bei Pieve di Bono in die Fiume Chiese. Muss man nicht unbedingt wissen, kann man aber…

Nach 73 km kommen wir bei unserer (während der Mittagspause gebuchten) Unterkunft an. Es ist dies das Agritourismo La Polentera. Die Auffahrt führt durch Weinreben direkt auf den glanzvoll hergerichteten Vorplatz. Es scheint, als seien wir soeben in einer anderen Welt angekommen

Das Restaurant ist wundervoll ausgestattet und die Zimmer sehr schön. Das Personal könnte kaum freundlicher sein!

Wir genießen unser Aprésbike auf der Terrasse und werden nicht nur von der gut gelaunten Bedienung begrüsst sondern auch von den verschmusten Hauskatzen. Es hat sogar eine Tanzfläche hier und wir entdecken ein Plakat, welches ein Winzerfest am heutigen Abend ankündigt. Dieses findet dann leider nicht statt – wohl wegen dem schlechten Wetter. Denn kaum haben wir unseren Apéro beendet, beginnt es zu regnen.

Auch das Abendessen ist dann vorzüglich. Zusammenfassend sind wir uns einig: Dies hier ist nebst dem Pepi’s Skihotel in St. Anton am Arlberg die beste Unterkunft unserer Reise!

Wie immer am Abend schmieden wir auch heute die Pläne für den nächsten Tag. Da wir den Vorsprung, welchen wir auf der 5. Etappe heraus gefahren haben, stets halten konnten, sind wir immer noch einen halben Tag unseres ursprünglichen Fahrplans voraus. So könnten wir anstatt übermorgen Mittag bereits morgen Abend am Gardasee sein. Wir werden sehen und entscheiden – wie mehrheitlich schon auf der ganzen Tour – spontan!

Distanz: 73 km / Fahrzeit: 5 h 18 min / Höhenmeter: 1’500 Hm

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Ein Gedanke zu „Transalp 2017, 8. Etappe: Dimaro – Storo

  1. Da habt ihr ja ordentlich Kilometer gemacht….;-)
    Mit Agritourismo in Italien habe ich auch gute Erfahrungen gemacht – sind zwar nicht alle so schön wie dieses haben aber meistens ein gutes Preis-Leistungsverhältnis..

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