Transalp 2017, 7. Etappe: Gaviapass – Dimaro

Es ist jedes Mal ein tolles Gefühl in der Höhe zu übernachten. Der Gaviapass liegt auf über 2’600 m über Meer und so erwachen wir am siebten Tag inmitten einer alpinen Bergwelt. Dementsprechend frisch ist es draussen! Also ziehen wir sämtliche Kleiderschichten über und starten eingepackt in den neuen Tag.

Auch heute steht mit der Montozzoscharte ein harter Aufstieg auf dem Programm. Doch die Etappe beginnt mit einer Abfahrt.

Kurz nach Sonnenaufgang vernichten wir die ersten 200 Hm auf der Paßstrasse. Dann zweigen wir rechts ab zum Lago Nero.

Dort beginnt der Gallotrail. Wir haben auf der Albrecht-Transalppage gelesen, dass der ganz gut fahrbar sei… Nun, der Anfang überzeugt mit Flow und spassigen Abschnitten. Gefällt uns sehr gut!

Wir geniessen jeden Meter. So kann es weitergehen!

Leider ändert sich in der unteren Hälfte der Charakter des Trails. Es wird enger, steiler und mitunter auch etwas verblockter. Die unfahrbaren Stellen meinerseits mehren sich, während Benno und Silvan fast komplett runter fahren. Mir machen vor allem die steilen Abschnitte in Kombination mit der erdig-sandigen Unterlage zu schaffen. Damit komme ich heute nicht so klar.

Während ich mich mit Joki mehr schlecht als recht den Weg runter kämpfe, bleiben wie oben erwähnt Silvan und Benno das Meiste im Sattel. Silvan war schon immer der Chef in den technischen Passagen und zeigt das während dieser Abfahrt einmal mehr.

Bemerkenswert sind aber auch die Fortschritte, welche Benno die letzten Wochen und Monate gemacht hat. Eine einmal von ihm getätigte Aussage, „alles was ich fahre, fährt Chregu auch“, trifft inzwischen nicht mehr zu! Ich muss mich definitiv ranhalten…:-).

Ich bin dann froh, als ich das Trailende erreiche und es ab jetzt auf einer Schotterstrasse weiter geht. Bin mir nicht sicher, ob ich diesen Weg nochmals fahren würde…

Auf einem kurzen Trail erreichen wir Pezzo. Von dort geht’s weiter auf Strasse bis zum alpinen Dorf Case di Viso.

Die schönen alten Häuser sind alle recht gut erhalten.

Hier beginnt der lange und steile Aufstieg zur Montozzoscharte. Unser Plan ist es, im unterhalb liegenden Rifugio Bozzi die Mittagspause zu machen. Dann mal ran an das Ding!

Wie immer bei solchen Uphills geht jeder sein eigenes Tempo. Einige fahren etwas mehr als die anderen, was im Endeffekt aber egal ist.

Die Strasse wird stets etwas ruppiger, je weiter man nach oben gelangt. Kurz vor dem Rifugio Bozzi erreicht man eine kleine Hochebene.

Der Aufstieg fordert uns alle sehr und die Erleichterung ist riesig, als wir die Hütte erreichen. Bei Suppe und Pasta können wir unsere Energiespeicher wieder füllen.

Mit vollen Mägen geht es nun an den Schlussaufstieg ran. Die letzten gut 150 Hm zur Scharte können wir nur schiebend und tragend bewältigen.

Der Aufstieg ist nochmal steil aber nicht allzu lang.

Etwas später kommen wir auf der Montozzoscharte an. Mit 2’617 m einer der höchsten Punkte unserer Transalp. Erneut sind wir nicht alleine unterwegs. Es ist immer wieder cool, andere Transälpler auf der Albrechtroute anzutreffen.

Die Pause halten wir kurz denn der flowige Trail auf der anderen Seite hat uns schon angelächelt. Wir können kaum widerstehen und surfen drauf los!

Was für ein genialer Trail. Das haben wir uns verdient nach dem harten Aufstieg!

Nach etwa 200 Hm purem Flow wird’s steiler und kniffliger. Der Weg bleibt aber fahrbar und macht Spass!

Wieder ein Stück weiter unten öffnet sich der Blick auf den Lago di Pian Palu. Traumhaft!

Der letzte Abschnitt oberhalb des Sees fahren wir im Wald. Hier ist es nun deutlich anspruchsvoller.

Unten am See sind wir uns einig, dass dieser Trail eines der Highlights des bisherigen Trips war.

Und weil es hier so schön ist, gönnen wir unseren Füssen mal wieder ein Bad. Ist schon ein paar Tage her seit der letzten Kneippsession!

Auf einem abwechslungsreichen und meist flowigen Trail führt unsere Reise weiter bis nach Pejo Fonti runter.

Das letzte Stück ist dann eine weitere Fleissarbeit. Auf Radwegen und Nebenstrassen fahren wir das Val di Sole runter bis nach Dimaro.

Während dem Aprés Bike entscheiden wir uns für das Hotel Gran Vacanze. Die Zimmer sind auch hier gross und es fehlt uns an nichts. Zudem hat es einen Bikeraum und das Personal ist sehr freundlich. Der Lago naht – morgen geht’s weiter!

Distanz: 56 km / Fahrzeit: 5 h 15 min / Höhenmeter: 1’200 Hm

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