Kleopatra, grosse Bäume und ein Aquarium

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Wie es der Titel dieses Berichts schon erahnen lässt, waren wir die Tage in der Türkei nicht nur auf den Bikes unterwegs. Wir machten beispielsweise einen Ausflug zur Sedirinsel (welche auch Kleopatrainsel genannt wird), zur Eukalyptusallee von Akyaka und eine Bootsfahrt auf dem Fluss names Kadin Azmak, dem sogenannten Aquarium.

Nach dem wir die erste Biketour in Camli mit einem feinen Mittagessen beendeten, bestiegen wir ein Boot, welches uns zur Sedirinsel brachte.

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Als wir die Insel nach einer gemütlichen Fahrt auf der Ägäis erreichten, war er es nur noch ein kurzer Fussmarsch bis zum Strand der Kleopatra.

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Das ist ein richtiges Bijou eines Strandes. Das Wasser ist glasklar und der Sand ist – moment, da dürfen wir ja gar nicht hin. Der Strand ist doch tatsächlich abgesperrt. Aber wieso denn?

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Lasst mich Euch die Geschichte dieses Strandes – und im speziellen des Sandes – erzählen.
Kleopatra die 7. war bekanntlich die letzte herrschende Königin des Ägyptischen Ptolemäerreiches und zugleich die letzte weibliche Pharaonin. Sie regierte in der Zeit von 51 v. Chr. bis 30 v. Chr.. Während dieser Zeit waren Gaius Julius Cäsar und nach dessen Ermordung Marcus Antonius ihre Geliebten. Als Kleopatra einst Marcus Antonius besuchen wollte, besorgte er für eben diese Beach den Sand, welcher nur an den Stränden des Roten Meeres vorkommt. Rund 40 Schiffe voll liess er transportieren, um seiner Geliebten eine Freude zu machen – so jedenfalls will es die Legende.

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Da in der Vergangenheit immer wieder von diesem Sand gestohlen wurde, liess man den Strand absperren. Denn dieser Sand gibt es nur am Roten Meer und eben hier auf der Sedir Insel.
Es ist aber dank eines Stegs problemlos möglich im Meer zu baden. Nach der Biketour vom Vormittag nutzten wir diese Möglichkeit natürlich. Schliesslich kann man nicht jeden Tag in einer Bucht schwimmen, in der angeblich Kleopatra dies schon tat.

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Hotel gibt’s auf der Sedir Insel keine, es herrscht entspannte Ruhe. Ein perfekter Ort zum abschalten. Liegestühle laden nach dem Badeplausch zum relaxen ein.

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Vielleicht gerade wegen der Ruhe trifft man hier frei herum laufende Tiere wie Hühner oder Schildkröten an.

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Wenn schon mal Kleopatra hier gebadet haben soll, ist es eigentlich logisch, dass sich im Innern der Insel Spuren der griechischen und römischen Zeit finden lassen. Teile der alten Stadtmauer von Cedrea sowie Überreste eines Amphitheaters weisen darauf hin.

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Im Verlaufe des späteren Nachmittags fuhren wir mit dem Boot wieder zurück und wurden dann nach Akyaka chauffiert.

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Unterwegs machten wir einen kurzen Stop bei der Eukalyptusallee von Akyaka. Hier wurden in den 30er Jahren Eukalyptusbäume gepflanzt. Mit diesen legte man die damals dortigen Sümpfe trocken um die Malaria Krankheit zu stoppen. Die Eukalyptusbäume „trinken“ 500 – 1000 Liter pro Jahr und waren daher für dieses Unterfangen bestens geeignet.

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Wir waren sehr beeindruckt. Ich meinerseits habe noch solch grosse Bäume gesehen und stand auch noch nie vor einem Eukalyptusbaum.

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Vor dem Abendessen ging’s nochmals aufs Wasser. Diesmal aber nicht aufs Meer sondern auf den Fluss Kadmin Azmak. Dieser entspringt in den nahe gelegenen Bergen und fährt daher stets kühles Wasser. Das Wasser ist sehr klar und deshalb wird der Fluss auch als natürliches Aquarium bezeichnet.
Flussabwärts gesehen herrscht auf der linken Seite ein Bauverbot. So kann sich die Natur bestens weiterentwickeln.

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Eine solche Bootsfahrt kann richtig beruhigend wirken, wir staunten ob der Schönheit der Natur!

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Wie schon im ersten Bericht erwähnt, ist ein Wegnetz von über 700 km Bike- und Fahrradrouten vorhanden. Perfekt lassen sich dabei solche Ausflüge mit einer Biketour verbinden.
Der nächste und zugleich letzte Bericht der Region um Marmaris wird dann wieder vom biken handeln und Impressionen zur zweiten Tour beinhalten.

Besten Dank an Claudia vom Landboten, Emil von Dreamup und Barbara von Trekkingbike für einen Teil der Fotos in diesem Bericht!

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