Gastbeitrag von Philipp: Drei Wochen Kroatien mit Auto und MTB

In einer zweiteiligen Serie gibt es die folgenden zwei Berichte auf meinem Blog Ideen, Tips und Tricks für Eure Bikeferien geben. Den Start macht Philipp Waczek, welcher Euch in seinem Gastbeitrag einige interessante Hinweise zu Ferien in Kroatien gibt und welche Erfahrungen er mit Fahrradanhängern am Auto gemacht hat. Viel Spaß beim lesen!

Das Fahrrad zählt in der heutigen Zeit zu einem ständigen Begleiter im Alltag. Besonders in Großstädten verzichten die Menschen immer häufiger auf das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel, sondern nutzen den alten Drahtesel. Dabei ist das Rad für viele Personen viel mehr als nur ein Nutzgegenstand.

Auch im Urlaub ist das Fahrrad wieder voll im Trend. Immer häufiger gibt es Urlauber, die den Urlaubsort nur mit dem Rad erkunden, statt typische Touristenführungen zu unternehmen. Und dies nicht ohne Grund, denn ein Fahrrad hat viele Vorteile. Eine dieser Radhochburgen ist Kroatien. Doch warum genau Kroatien?

Warum genau Kroatien?

Kroatien erlebt momentan einen touristischen Boom. Dies hat viele Gründe. Gerade im Zusammenhang mit dem Fahrrad. Einer der Gründe ist die Entfernung. Während es für viele Urlaube in südlichen Regionen nötig ist in den Flieger zu steigen, nutzen immer mehr Menschen die Gelegenheit und bereisen Länder mit dem Auto.

Positiv daran ist wiederum, dass das eigene Fahrrad, welches oftmals nur ungern gegen ein geliehenes im Urlaubsort eingetauscht wird, ohne Probleme mitgeführt werden kann. Der Transport mit einem Flugzeug ist nicht nur komplizierter, sondern auch deutlich kostenintensiver.

Das Ausdauertraining mit dem eigenen Fahrrad macht schließlich mehr Spaß, als mit einem fremden Rad. Kroatien liegt in einer deutlich wärmeren Region als Deutschland. Zudem direkt am Meer. Im Sommer kann es allerdings auch ziemlich heiß werden.

Der perfekte Zeitraum für eine Radtour durch Kroatien ist daher der Frühling.

Auch die günstigen Lebenshaltungskosten sowie freundliche Menschen sprechen für den Urlaub in Kroatien.

Eigene Erfahrungen in drei Wochen Kroatien

Eine der wichtigsten Erfahrungen ist, dass Kroatien sich mit dem Fahrrad bestens bereisen lässt. Nicht umsonst zieht es immer mehr Radfans ins südlich gelegene Land am Meer. So  lassen sich Training und Erholung bestens kombinieren. In drei Wochen ist es beispielsweise gut möglich eine größere Tour zu machen, um vier Städte zu besichtigen.

Neben Radtouren über das Land und fernab vom Tourismus kommt so auch der kulturelle Aspekt mit Stadtbesichtigungen und Sightseeing nicht zu kurz. Aber auch, wer Ausblicke wie im Rigi nicht verpassen will, wird in Kroatien auf seine Kosten kommen.

Wichtig ist aber vor allem, dass auf die Jahreszeit geachtet werden sollte, bevor es losgeht.

Im Sommer ist es Kroatien nicht unüblich, dass die Temperaturen weit über 30 °C liegen. Dies ist mit einem Klima in Deutschland nicht zu vergleichen. Daher sollte auch eine Fahrradtour in diesem Zeitraum gemieden werden.

Teure Hotels werden zudem nicht benötigt, denn an den vielen Camping-Plätzen lässt es sich kostengünstig übernachten. Wer den Luxus eines Hotels dennoch nicht missen möchte, kann auch diese Alternative nutzen. Generell gilt Kroatien zudem als sehr sicheres Land.

Die Lebenshaltungskosten liegen etwas unter den mitteleuropäischen. Viele Preise sind aber vor allem in Tourismusgebieten recht ähnlich. Die einfachste Art, um sich Kroatien anzusehen ist das Reisen mit einem Auto. So kann das Rad mit einem Fahrradträger schnell und simpel transportiert werden.

Das Equipment entscheidet über Sieg oder Niederlage

Mit dem falschen Equipment kann der schöne Traum vom Urlaub schnell hinüber sein. Gerade in Kroatien, wo sich die Wetterlage oft zwischen zwei Extremen bewegt, ist daher eine gute Ausrüstung von großer Bedeutung.

Ein paar Gegenstände gehören allerdings zur absoluten Grundausrüstung.

·         Helm

·         Reisepass

·         Trinkwasser

·         Bargeld

·         Erste-Hilfe-Set

·         Erste-Hilfe-Ket für Reifenplatzer am Rad

·         entsprechende Kleidung

Weiter nützliche Tipps zur Ausrüstung findet ihr auch beim ADFC.

Gibt es die richtige Route?

Die Frage nach der richtigen Tour mit dem Fahrrad stellt sich wahrscheinlich vielen vor der Anreise. Gerade, wenn bestimmte Reiseziele abgefahren werden sollen, dann empfiehlt sich eine genaue Planung. Ein Beispiel hierfür ist die Transalp Tour, welche sich vor der Anreise gut planen lässt.

Grobe Ziele lassen sich natürlich auch mit einer einfachen Landkarte vor Ort setzen. So könnt ihr die Wege und Strecken genau planen. Aber auch Tipps von Einheimischen können Gold wert sein, denn die normalen Touren, welche für den Tourismus ausgelegt sind, verschleiern häufig das wahre Gesicht Kroatiens.

Der beste Plan für eine Radtour durch Kroatien ist gar kein Plan. Fahrt einfach der Nase nach und lasst euch treiben. Gerade heute gibt es noch viele Lost Places durch den vergangenen Kroatienkrieg. So gelangt ihr zu Stellen und Plätzen, zu denen kein normaler Tourist jemals vorstoßen würde.

 

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